Die Luxusjacht "Dilbar" im Oktober 2021 an der Kaimauer der Werft Blohm+Voss in Hamburg. Die 156 Meter lange und knapp 16.000 Tonnen schwere Yacht verfügt über zwei Hubschrauberlandeplätze, 20 Kabinen, einen 25 Meter langen Pool und ein Außendesign mit hellem elfenbeinfarbenem Rumpf und bronzefarbenen Akzenten.
Festgesetzte Jacht

"Totes Schiff" vor Cuxhaven: Luxusjacht "Dilbar" in Bremen angekommen

22.09.2022

BREMEN. Die wegen EU-Sanktionen festgesetzte Luxusjacht "Dilbar" ist in Bremen angekommen. Auf dem Weg kam das Schiff auch an Cuxhaven und Otterndorf vorbei.

Jetzt ist die Luxusjacht "Dilbar" in Bremen angekommen. Das bestätigte der Sprecher des Hauptzollamts Bremen am Donnerstagmorgen auf Nachfrage. Wo das Schiff liegt und wann es ankam, konnte der Sprecher nicht mitteilen. Der Liegeplatz der "Dilbar" soll sich demnach noch einmal ändern. Zunächst hatte das Magazin "buten un binnen" von Radio Bremen die Ankunft vermeldet.

"Dilbar" passiert Cuxhaven

Die Luxusjacht hatte am frühen Mittwochmorgen den Hamburger Hafen verlassen. Auf dem Weg nach Bremen kam das Schiff am Mittwochvormittag zunächst auf der Elbe an Otterndorf und dann an Cuxhaven vorbei.

Die "Dilbar" war im April auf Basis der EU-Sanktionen wegen des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine festgesetzt worden. Die mit mehr als 500 Millionen Euro angeblich teuerste Luxusjacht der Welt wurde mit einem Verfügungsverbot belegt und darf damit "nicht mehr veräußert, vermietet oder belastet werden", wie ein Sprecher des Bundeskriminalamts (BKA) damals sagte. Bei der Eignerin handele es sich um die Schwester des kremltreuen Oligarchen Alischer Usmanow.

Ohne eigenen Antrieb

Die "Dilbar" wurde in der Nacht zu Mittwoch von Schleppern aus dem Trockendock der Werft Blohm+Voss gezogen. Laut NDR soll sie als "totes Schiff" unterwegs sein, also ohne eigenen Antrieb und ohne dass eine Besatzung das Schiff steuert. Zu den Gründen der Verlegung schrieb der NDR, die Jacht habe das Dock blockiert. Mit der Verlegung werden nach Angaben des Hauptzollamts Hamburg keine Sanktionsvorschriften verletzt, die Verlegung wird demnach behördlich überwacht. (dpa)

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