Urlaubsgäste im Kreis Cuxhaven müssen trotz des Corona-Shutdowns ab Montag nicht vorzeitig die Heimreise antreten und dürfen ihren Urlaub regulär zu Ende bringen. Symbolfoto: /dpa
Coronavirus

Trotz Corona-Shutdown: Gäste im Kreis Cuxhaven müssen Urlaub nicht abbrechen

30.10.2020

KREIS CUXHAVEN. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat mitgeteilt, dass trotz des Corona-Shutdowns am Montag Urlaubsgäste in Niedersachsen nicht vorzeitig die Heimreise antreten müssen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat angekündigt, dass Hotelgäste ihren Urlaub trotz der ab Montag geltenden Corona-Regeln nicht abbrechen müssen. "Die Gäste, die da sind, die können ihren Aufenthalt auch zu Ende haben", antwortete Weil beim Radiosender ffn auf die Frage einer Hotelbetreiberin auf der Insel Norderney. 

Urlaub im Kreis Cuxhaven muss nicht abgebrochen werden

Dem Beschluss aus der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder zufolge sollen ab Montag Übernachtungsangebote nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Das hatte für Unsicherheiten gesorgt, ob Urlauber die Ostfriesischen Inseln oder den Kreis Cuxhaven vorzeitig verlassen müssen, wie das beim Lockdown im März der Fall gewesen war.

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Weil verteidigt Maßnahmen

"Wir sind uns der Tragweite bewusst und wir haben es uns nicht leicht gemacht", erklärte der Ministerpräsident. Aber wenn jetzt nichts passieren würde, "landen wir in Situationen, die noch wesentlich schlimmer sind, als es uns das jetzt erscheint."

Land rechnet mit Klagewelle von Gastronomen

Unterdessen rechnet der Ministerpräsident mit vielen Klagen von Hotel- und Restaurantbetreibern gegen die neuen Corona-Beschränkungen. "Aber wir glauben, dass wir den Gerichten plausibel machen können, dass wir uns in einer echten Notlage befinden", sagte Weil dem Sender. "Wir haben als Land auch nochmal den Bundestag gebeten, dieses nochmal in einem Beschluss festzustellen. Weil auch die Gerichte wissen sollen, dass auch der Gesetzgeber die Lage als bedrohlich einschätzt."

Schlechte Aussichten für Weihnachtsmärkte

Für die Weihnachtsmärkte im Land sieht es nach Weils Einschätzung nicht gut aus. "Aber wir haben jetzt diese Maßnahmen, damit wir zumindest im Dezember bessere Zahlen haben und ein entspanntes Weihnachtsfest miteinander haben können und guten Mutes ins neue Jahr rutschen können", so Weil bei ffn. (dpa)

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