Der TSV Geversdorf hätte hier fast durch Carsten Seebeck (Nr. 17) einen weiteren Treffer erzielt. Aber der Abwehrspieler rettet auf der Linie. Foto: Lütt
Fußball

TSV Geversdorf im Bezirkspokal deklassiert, Grodener SV ist eine Runde weiter

von Frank Lütt | 17.07.2022

KREIS CUXHAVEN. Der TSV Geversdorf ist im Fußball-Bezirkspokal gegen den FC Hagen/Uthlede ausgeschieden. Der Grodener SV setzte sich dagegen beim TSV Stotel durch. Weiter ist auch der FC Eintracht Cuxhaven, aber kampflos.

In Geversdorf blieb die Pokalüberraschung aus. Der Bezirksliga-Aufsteiger TSV unterlag in seinem Oste-Stadion klar mit 1:6 gegen den Oberliga-Absteiger FC Hagen/Uthlede. Zeitgleich schaffte der Grodener SV den Einzug in die nächste Runde. Die Cuxhavener gewannen  knapp mit 2:1 beim TSV Stotel. In der jetzigen Pokalrunde waren 64 Mannschaften, nur eine davon ist nicht angetreten, das war Rot-Weiss Cuxhaven. Wie bereits berichtet, wollten die Kampfbahn-Kicker wegen Terminproblemen nicht zum Stadt-Derby gegen den FC Eintracht Cuxhaven antreten. Deshalb zogen die "Blauen" vom Jahnplatz kampflos in die nächste Runde, die übrigens am kommenden Wochenende stattfinden soll.

TSV Geversdorf - FC Hagen/Uthlede 1:6 (0:4): In der vergangenen Saison spielten die Gastgeber drei Ligen tiefer als der FC. Nachdem Geversdorf aber aus der Kreis- in die Bezirksliga aufgestiegen ist und Hagen/Uthlede den bitteren Gang aus der Ober- in die Landesliga gehen musste, trennen die Mannschaften nun nur noch eine Spielklasse. Aber bei dem Bezirkspokalspiel wirkte es jetzt so, als ob der Unterschied doch deutlich größer ist. Dies hatte sicherlich auch seinen Grund darin, dass beim TSV Geversdorf diverse Spieler fehlten. Und auch Trainer Florian Höhk und Co-Trainer Reiner Blohm waren nicht da - Jens "Jenne" von Bargen übernahm als weiterer Co-Trainer die Aufgabe, die Geschicke von der Linie aus in den Händen zu haben. Aber viel Einflussmöglichkeiten hatte er nicht.

Aggressives Pressing

Hagen/Uthlede begann mit einem aggressiven Pressing, das zu vielen Ballverlusten bei den Gastgebern führte. Nachdem auch noch Mark Ramm nach einer Viertelstunde verletzt ausgewechselt werden musste und sieben Minuten danach Moritz Gellert mit einem Eigentor die Gäste in Führung gebbracht hatte, war die Verunsicherung bei den Geversdorfer immens.

Geversdorf nicht in Tornähe

So war es nicht verwunderlich, dass Hagen weiter drückte und auch zu weiteren Torerfolgen kam. Jerome Albritton (24.), Kilian-Lasse Tienken (34.) und noch einmal Albritton (40.) schraubten das Ergebnis bis zur Pause auf 0:4 hoch. Bis dahin kam Geversdorf nicht einmal in die Nähe des gegnerischen Tores.

Gäste weiter überlegen

Der zweite Durchgang begann wie der erste, mit drückender Überlegenheit der Gäste. Nach zwei Aluminium-Treffern (50., 53.) folgte das 0:5 (58.) durch einen Lupfer von Albritton, der damit seinen dritten Treffer erzielte.

Chancen für Geversdorf

Erst jetzt gab es erste Torschüsse von Geversdorf. Niels Nordmann (60.) schoss knapp vorbei. Den Schuss von Felix Miertsch (74.) wehrte der Gästekeeper zur Ecke ab. 120 Sekunden später spielte Miertsch einen Freistoß flach in den Strafraum, wo Carsten Seebeck den Ball aufs Tor brachte, doch dieser Schuss wurde von einem Abwehrspieler auf der Linie geklärt. In der 82. Minute traf Geversdorf dann doch. Nach Miertsch-Pass ließ Nordmann einen Gegenspieler aussteigen und überwand den Torwart zum 1:5. Zwei Minuten vor Schluss erzielte Marcel Meyer für Hagen den Endstand von 1:6. Jens von Bargen sagte: "Nach zwei verletzungsbedingten Wechseln und nach dem zweiten Tor, war die Gegenwehr bei uns gebrochen. Aber ich kann niemandem einen Vorwurf machen, alle haben anständig gekämpft."

TSV Stotel - Grodener SV 1:2 (0:0): Die Gäste aus Cuxhaven hatten erhebliche personelle Probleme, so fehlten unter anderem die Leistungsträger Bruno da Silva Oliveira und Sergio Gonzalez sowie Torwart Dennis Glüsing. Der 61-jährige Hartmut Becker musste wieder mal ran und sich ins Tor stellen. "Er hat seine Sache wieder sehr gut gemacht", lobte Trainer Daniel Gonzalez. Aber viel zu tun bekommen hatte Becker nicht, allerdings der Stoteler Schlussmann auch nicht. Erste Halbzeit passierte so gut wie gar nichts auf dem Platz, sodass der 0:0-Pausenstand die logische Konsequenz war.

Erster Treffer in der 71. Minute

Nach einer vergebenen Großchance von Niko Grabowski plätscherte die Partie zweite Halbzeit weiter so dahin. In der 71. Minute traf der eingewechselte Eloy Gomes-Peres zum 0:1, als er im Strafraum den Ball ins lange Eck schob.

Bpgenlampe führt zu Eigentor

Eine Flanke von Stotel wollte Daniel Vojnovic klären. Dieser Versuch endete in einer Bogenlampe. Der Ball senkte sich hinter dem verdutzten Becker zum 1:1 (83.) ins Tor. Als alle schon mit einem Elfmeterschießen rechneten, traf Grabowski in der Nachspielzeit per Kopf zum 1:2-Endstand, weil der Stoteler Keeper die Flanke von Denes Brüning unterschätzt hatte.

Grodener SV setzte ein:

Becker (im Tor), Cordts, Holst (53. E. Gomes-Peres), Westhoff, Grabowski (87. Peres-Oliveira), Vojnovic, Torres, Deike (90.+1 P. Gomes-Peres), Karo, Brüning, Meyer.

TSV Geversdorf spielte mit:

Rathke (im Tor), Itgen, Fastert (81. von Bargen), Ramm (15. Greinke), M. Gellert, Miertsch, Nordmann, von Borstel, H. Gellert (46. Roeben), Bebba (50. Seebeck), Seebeck.

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Frank Lütt

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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