Die Fassade des jüdischen Restaurants "Schalom", das am 27. August 2018 im Zusammenhang mit einer rechten Demonstration von mehreren Personen mit Steinen, Flaschen und Eisenstangen angegriffen worden ist. Foto: Woitas/dpa
Angriff auf jüdisches Restaurant

Verdächtiger im Fall Chemnitz: Razzia in Wohnung im Kreis Stade

12.12.2019

STADE. Im Zuge der Ermittlungen zum Angriff auf ein jüdisches Restaurant in Chemnitz 2018 hat die Polizei die Wohnung eines Verdächtigen in Niedersachsen durchsucht. 

Den 28-Jährigen trafen die Ermittler dabei nicht an, wie das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mitteilten. Der Verdächtige, der an dem Angriff beteiligt gewesen sein soll, kommt aus der Samtgemeinde Apensen, wie das Stader Tageblatt berichtet.

Beweismittel sichergestellt

Die Beamten stellten bei der Durchsuchung Handys, ein Tablet sowie Sturmhauben sicher. Der Verdächtige soll zusammen mit unbekannten Komplizen das "Schalom" angegriffen und dessen Inhaber mit einem Steinwurf an der Schulter verletzt haben. 

DNA-Spur gefunden

Der Mann wurde anhand einer DNA-Spur auf Gegenständen vom Tatort identifiziert. Die Ermittlungen wegen Verdachts des Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung dauern an.

Der Vorfall

Der Angriff in Chemnitz ereignete sich am 27. August 2018, einen Tag nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen. Damals zogen auch Hooligans und Rechtsextreme bei einer aggressiven Demonstration durch die Stadt. 

Bundesweites Entsetzen

Eine Gruppe Vermummter soll das "Schalom" mit Flaschen und Steinen angegriffen und dabei antisemitische Parolen gerufen haben. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.

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