Mitarbeiter der Firma Avacon waren am Mittwoch in der Luft bei der Arbeit. Sie brachten 42 Vogelschutzarmaturen an einer Hochspannungsleitung an. Foto: Lange
Vogelschutz

Warnlichter in luftiger Höhe in Hemmoor montiert

von Redaktion | 24.10.2018

HEMMOOR. Am Mittwoch blickten die Menschen in Hemmoor gespannt in den Himmel. In luftiger Höhe installierte die Firma Avacon aus einem Helikopter heraus zahlreiche Warnbaken für Vögel auf der Hochspannungsleitung zwischen Osten und Hemmoor.

Um den Vogelbestand zu schützen brachten Arbeiter mit einem Spezialhubschrauber insgesamt 42 Vogelschutzarmaturen auf dem fast zwei Kilometer langen Leitungsabschnitt zwischen Osten und Hemmoor an. Die Vogelmarker erinnern optisch mit den schwarz-weißen Linien grob an einen Zebrastreifen. Sie bestehen aus beweglichen Teilen, sind 50 Zentimeter lang und 35 Zentimeter breit. Die Sichtbarkeit der Leitungsseile wird durch den Blinkeffekt deutlich erhöht und vermindert so das Kollisionsrisiko.

Die Montage der Vogelschutzarmaturen erfolgte mit einem Spezialhubschrauber, der mit einer Arbeitsbühne ausgestattet ist. Wie der Pilot mitteilte, sei es bei diesen besonderen Flügen immer wieder eine Herausforderung, da der Pilot zum Teil sehr langsam und genau an die Masten und Leitungen fliegen müsse. Monteur und Pilot seien daher ein eingespieltes Team. Denn nur wenn der Hubschrauber im Schwebflug am Seil "stehe", könne der Monteur die Arbeit am Seil verrichten. Die Maßnahme erfolgte in Absprache mit dem Landkreis Cuxhaven im Herbst, zwischen der Brutzeit und der Rastperiode der Tiere, sodass es durch die Montagearbeiten zu möglichst geringen Störungen in der Vogelwelt kommt. Avacon investierte 12 000 Euro für diesen Einsatz. Feldstudien über das Flugverhalten von Vögeln im Anflug auf Freileitungen haben gezeigt, dass diese die Freileitungen überfliegen, wenn sie diese rechtzeitig erkennen. Ornithologische Gutachten haben im Vorfeld bestätigt, dass der Leitungsabschnitt über dem Hemmoorer Naturschutzgebiet neben Brutvögeln im Sommer auch sehr häufig von Zug- und Rastvögeln im Herbst und im Frühjahr gekreuzt wird. (jl)

Redaktion

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