Tierischer Spaß

Wau! - Mehr als 1000 Besucher beim "Tag des Hundes" in Balje

von Siegfried Mätzig | 13.08.2019

BALJE. Die Karawane schien endlos und nahezu jeder Besucher führte mindestens einen Hund an der Leine. Der erste "Tag des Hundes" im Natureum Niederelbe knüpfte nahtlos an die etablierten Erfolgsveranstaltungen "Tag des Pferdes" und "Tag des Fisches" an.

Der Hund hat nicht nur das Attribut des treuesten Begleiters des Menschen, sondern er gilt auch als sein ältester Weggefährte. Seit über 30 000 Jahren sind die Menschen diesem Vierbeiner zugetan. Somit war es eigentlich keine große Überraschung, dass die Premiere des "Tags des Hundes" viele Besucher ins Natureum locken würde. "Mit einem solchen Zuspruch hatten wir allerdings nicht gerechnet", freute sich Leiter Lars Lichtenberg über das rege Treiben auf dem Gelände und schmunzelnd mit Blick auf die vielen Besucherhunde: "Das ist beim Tag des Pferdes leider nicht möglich."

Die Veranstaltung bot so ziemlich alles, was in der heutigen Hundehaltung nötig ist oder von den Besitzern als nötig empfunden wird. Sämtliche Möglichkeiten der Pflege, Fütterung, medizinischen Versorgung und Bespaßung des Hausgenossen wurden an den insgesamt 32 Ständen auf dem weitläufigen Gelände demonstriert, zum Kauf angeboten oder dem interessierten Halter in Gesprächen vermittelt.

Jede Hunderasse ist ursprünglich mal für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet worden. Daher ist rassespezifisch der Drang zum Jagen, Hüten oder Bewachen noch heute vielfach stark bei ihr ausgeprägt. "Das sollte man stets beachten, bevor man sich einen Hund anschafft", erklärt Timo Remmers, der gemeinsam mit seiner Frau Christin in Wistedt die "Zughundeschule Nord" betreibt. Er weiß aus Erfahrung, dass es leider bei der Hundehaltung immer wieder bestimmte Modetrends und -rassen gibt, denen oftmals blind gefolgt wird. Ergebnis ist dann beispielsweise der Husky im fünften Stock. Das Ehepaar biete in seiner Einrichtung unter anderem Kurse für am Hundesport Interessierte an, in denen sie erst einmal testen können, ob diese Art der Hundehaltung auch wirklich dauerhaft für sie infrage kommt. "Bereits das erforderliche Equipment für den Zughundesport ist sehr teuer. Bevor man erhebliche Investitionen - auch in die Anschaffung von geeigneten Hunden tätigt - sollte man sich schon sicher sein, dass es sich nicht nur um eine momentane Laune handelt", erklärt Timo Remmers. Das Ehepaar hält 23 Europäische Schlittenhunde und nimmt an großen Events bis hin zur Weltmeisterschaft teil. Wie bringt man einem Hund eigentlich bei, einen ihm unbekannten verschollenen Menschen zu suchen? Diese Frage beantworteten die Hundeführer der Rettungshundestaffel der Johanniter aus Stade mit ihren Flächensuchhunden verschiedener Rassen ganz genau. Während die Ausbildungsschritte "step by step" erklärt wurden, zeigten die Hunde auf der Vorführwiese, wovon da die Rede war. Neben den kommerziellen und privaten Anbietern nutzten auch zahlreiche Züchter und Vereine wie beispielsweise Beagle- und Dackelklub, die Gelegenheit, ihre Rassen einmal der Öffentlichkeit zu präsentieren. Unter anderem über die Unterbringung seines Hausgenossen in einem Hundehotel konnte man sich beim Hundegutshof "Direkt an der Elbe" informieren.

Auch die Besucherhunde waren nicht zur Untätigkeit verdammt. Sie durften an zahlreichen Stationen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Erfreulich war auch, dass die gesamte Veranstaltung trotz der vielen sich fremden Hunde ohne Zwischenfälle verlief. Eine Neuauflage im nächsten Jahr dürfte nach diesem Auftakt sicher sein.

Welche wertvollen und unverzichtbaren Dienste Hunde den Menschen leisten, können Sie in der fünfteiligen Serie "Hunde im Job" in der Niederelbe-Zeitung lesen.

Siegfried Mätzig

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

smaetzig@cuxonline.de

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