Umfangreiche Corona-Tests in Schulen sollen nach Ostern zu einer Entspannung der Pandemie-Lage beitragen. Symbolfoto: Kahnert/dpa
Corona

Wie geht es nach Ostern in Niedersachsen weiter? Was bis jetzt bekannt ist

23.03.2021

KREIS CUXHAVEN/HANNOVER. Seit der Nacht steht fest: Der harte Lockdown über Ostern wird kommen. Doch wie geht es in Niedersachsen danach weiter?

Unmittelbar nach dem Ende des Corona-Gipfels  der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die niedersächsische Staatskanzlei ihren groben Plan für die nächsten Wochen vorgestellt: Zugespitzt könnte das Motto lauten: "Erst harter Lockdown über Ostern, dann Lockerungen mit Testungen". 

"40 Prozent der Menschen zweimal wöchentlich testen"

Ab Mitte April wird nach Angaben von Anke Pörksen, Pressesprecherin der niedersächsischen Staatskanzlei, genug Impfstoff vorhanden sein, um wöchentlich bundesweit 3,5 Millionen Menschen zu impfen. Bis zum Sommer sollen dann alle Menschen geimpft sein, die sich impfen lassen wollen. "Nach Ostern werden konsequent 40 Prozent der Menschen zweimal wöchentlich getestet", teilte Pörksen mit. "Damit verbunden ist ein deutlicher Gewinn an Sicherheit vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus."

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Einzelhandel und Gastronomie sollen wieder öffnen

Durch die regelmäßigen Testungen großer Teile der Bevölkerung im Bildungswesen und im Arbeitsleben sollen Infektionen frühzeitig aufgespürt und Infektionsketten unterbrochen werden. "Ein konsequentes Testregime wird die Infektionszahlen nach und nach spürbar senken", sagte Pörksen. "Gleichzeitig soll im Rahmen von Modell-Vorhaben durch gezieltes Testen der Zugang zum Einzelhandel und zur Gastronomie, zu Kultur- und Sportveranstaltungen geöffnet werden." Durch aktuelle Negativ-Tests könnten sichere Zonen geschaffen werden, in denen Menschen Angebote angstfrei wahrnehmen sollen. Die Tests sollen helfen, Freiheitsrechte wieder wahrzunehmen. 

Wirtschaftshilfen für Hotels und Gaststätten

Vereinbart worden seien bei dem Bund-Länder-Gipfel auch zusätzliche Wirtschaftshilfen des Bundes für besonders belastete Branchen, die seit langem geschlossen sind. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte: "Ich gehe davon aus, dass insbesondere auch Hotels und Gaststätten davon profitieren werden." Die ursprünglich von Weil geforderte Möglichkeit des "kontaktarmen Urlaubs" im eigenen Bundesland ist hingegen vom Tisch. 

Umfangreiche Testungen in Schulen

Nach Ostern sollen alle Schülerinnen und Schüler zweimal pro Woche getestet werden können. Auch in den Unternehmen werden die Testkapazitäten ausgebaut. Weil: "Ich bin zuversichtlich, dass die niedersächsische Wirtschaft sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe stellen und alles daransetzen wird, die in Präsenz arbeitenden Beschäftigten zweimal wöchentlich zu testen." Einen konkreten Starttermin für die anvisierten Test-Maßnahmen hat Weil bislang nicht genannt. 

Viele Regionen mit hoher Inzidenz

Gleichzeitig hat Weil in der Nacht zu Dienstag den eingeschlagenen Weg verteidigt. "Wir hatten alle miteinander gehofft, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen die Ausbreitung des Virus nun endlich hätte eindämmen und wieder mehr Bewegungen und Begegnungen möglich machen können", sagte Weil. "Das ist nicht geschehen. Bund und Länder haben deshalb heute ein neues Kapitel in der Pandemie-Bekämpfung aufgeschlagen." Der Ministerpräsident räumte ein, dass auch in Niedersachsen "viele Landkreise und kreisfreie Städte inzwischen die 100er-Marke wieder überschritten" hätten. Daher sei die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April sowie die Verschärfung der Maßnahmen über Ostern wichtig. 

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