Energie

Wie Hausbesitzer im Cuxland Geld sparen können

13.04.2018

CUXHAVEN. Landkreis Cuxhaven startet Gebäudecheck-Kampagne mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur. Von Carmen Monsees

Ob Altbau oder Neubau: Energiesparen schützt das Klima und schont das Bankkonto – welche Aspekte Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer berücksichtigen sollten, um effizient den Energieverbrauch im Eigenheim zu senken, vermittelt der Landkreis Cuxhaven mit der Gebäudecheck-Kampagne „Gut Beraten: Energiesparen!“ Interessierte Bürger können sich ab sofort bis zum 31. Mai anmelden. Die ersten 20 Anrufer erhalten die Beratung kostenlos. Alle weiteren sind mit einer Selbstbeteiligung in Höhe von 20 Euro dabei.

In Kooperation mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) zeigen geschulte Energieberater den Hausbesitzern, wo die Schwachstellen im Gebäude vorhanden sind. Stefan Müller ist einer der kompetenten Energieberater der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Er betreut den Stützpunkt Cuxhaven mit Sitz in der Stadtbibliothek. Der Experte sagt, dass er sich etwa zwei Stunden Zeit nehmen werde, um mit den Eigenheimbesitzern das Gebäude zu inspizieren mit dem Ziel, die Energiefresser aufzuspüren und zu prüfen, ob sich der Einsatz von erneuerbaren Energien wie Solaranlagen, Pelletheizungen oder Wärmepumpe eigne.

„In einem Telefongespräch vorab bitte ich die Interessierten, dafür einige Unterlagen bereitzuhalten, wie Grundriss, Schornsteinfeger-Messprotokoll, Beschreibung der Heizungsanlage und dergleichen“, erklärt er. Bei der Kampagne wolle er den Fokus auf die Beurteilung der Gebäudestruktur legen. „Das sind die Bereiche, die die warme Hülle begrenzen, wie Fenster, Dach, Fußboden, Keller“, beschreibt der Energieberater. „Die Rahmenbedingungen unserer Energieversorgung haben sich mit der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 stetig verändert.“ Auch stünden Brennstoffe nicht im Überfluss zur Verfügung. Bedingt durch den weltweit wachsenden Energiebedarf bei steigendem Aufwand für die Erschließung der Rohstoffe würden konventionelle fossile Brennstoffe zu einem international begehrten Gut, so die Experten.

„Rund ein Drittel der in Deutschland verbrauchten Energie benötigen wir in Privathaushalten. Ein großer Teil geht für die Erzeugung von Wärme drauf. Die Einsparmöglichkeiten sind also dementsprechend hoch“, verdeutlicht auch Klimaschutzmanagerin Ann-Christin Wengel vom Landkreis Cuxhaven. Doch wo fängt man am besten an? Was ist mit welchem Budget möglich und sinnvoll und wo lässt sich am meisten einsparen? Diesen und weiteren Fragen wollen die Energieberater gemeinsam mit den Hausbesitzern nachgehen. „Denn viele Eigentümerinnen und Eigentümer wollen unbedingt in ihrem Haus Energie sparen, wissen aber nicht, welche Schritte ihnen am meisten bringen, wie sie ihr Budget sinnvoll einsetzen und wo sie am besten anfangen sollen“, meint Karin Merkel von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Ob Modernisierung der Heizanlage, Dämmung der Kellerdecke oder Erneuerung des Daches – Möglichkeiten zum Energiesparen gäbe es viele, aber nicht jede Vorgehensweise ist für jedes Haus gleich sinnvoll. „Hier bedarf es einer Orientierung. Wir haben das ganze Gebäude und die Bedürfnisse der Bewohner im Blick“, fügt sie an. Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt spreche alle an, die motiviert sind, ihren individuellen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Doch nur wer den Energieverbrauch und die Schwachstellen seines Hauses kennt, sei gezielt in der Lage, Energie einzusparen. Auch Landrat Kai-Uwe Bielefeld rät den Eigenheimbesitzern: „Nutzen Sie diese Chance.“

„Anschließend bekommen die Hauseigentümer einen Bericht mit konkreten Handlungsempfehlungen“ erklärt Müller.

Anmeldung

Interessierte Hauseigentümerinnen und -eigentümer können sich bei Ann-Christin Wengel anmelden. Von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr nimmt die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Cuxhaven die Anrufe unter der Rufnummer (0 47 21) 66 25 70 entgegen.

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