"Razor Punch", die fünfköpfige Rockband aus Wanna, singt neuerdings auch plattdeutsch. Foto: Razor Punch
Kuriose Fakten

10 Dinge, die Sie noch nicht über die Gemeinde Wanna wussten

von Christian Mangels | 29.09.2022

WANNA. Wir haben zehn kuriose und spannende Fakten über die Gemeinde Wanna zusammengestellt.

Wie kam Wanna zu seinem Namen? Was hat es mit den Urnengräbern am Gravenberg auf sich? Und warum wurde aus der Inselbahn eine Moorbahn? Zehn Fakten, die Sie noch nicht über die Gemeinde Wanna wussten.

Eine Futterschwinge stand Namenspate: Zur Herkunft des Namens Wanna gibt es verschiedene Ansätze: Einige Heimatforscher sind der Meinung, dass der Name Wanna von dem Wort Wanne (althochdeutsch) für Futterschwinge herrührt. Andere Heimatkundler glauben, dass das Dorf seinen Namen von der längst ausgestorbenen Familie von Wannen erhalten hat.

Wanna hatte einst zwei Mühlen: In der Mitte des vorigen Jahrhunderts gab es im Lande Hadeln in fast jedem Dorf eine Windmühle. In Wanna waren es sogar zwei: Die älteste Mühle stand am Ortseingang von Osterwanna - eine Holländer-Mühle ohne Galerie. Die zweite Mühle stand in Wanna auf dem Bielenberg. Sie war ein besonderer Anziehungspunkt für Ausflügler und Maler. Die Osterwannaer Schützen tragen noch heute die Mühle als Symbol in ihrem Wappen.

Gravenberg ist eine archäologische Berühmtheit: Spektakulär wirkt er nicht unbedingt, dieser 20 Meter hohe Hügel inmitten von flachen Äckern. Aber der Gravenberg in Westerwanna gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten aus der frühen Sachsenzeit. Mehr als 3000 Urnengräber sind hier entdeckt worden.

Moorbahn fuhr einst auf Neuwerk: Ein Ausflug mit der Moorbahn durchs Ahlenmoor ist ein ganz besonderes Erlebnis und bei Urlaubern und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Aber wussten Sie, dass eine der drei eingesetzten Loks einst auf Neuwerk schnaufte? Die Lok vom Typ DS 20 wurde 1962 bis 1986 vom niedersächsischen Hafenamt Cuxhaven und später vom Hamburger Amt für Strom und Hafenbau auf der Insel als Materialbahn eingesetzt.

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Rockband singt auch plattdeutsch: "Razor Punch", die Rockband aus Wanna, hat sich überregional einen guten Ruf erspielt. Die fünfköpfige Gruppe bevorzugt für ihre Songs normalerweise die englische Sprache, aber für den Wettbewerb "Plattsounds" machte sie 2020 eine Ausnahme: Das plattdeutsche Lied "Dinge de we doon" kam richtig gut an - und erhielt den Preis des Publikumslieblings.

Der doppelte Hermann Rauhe: Gleich zwei Personen mit dem Namen Hermann Rauhe haben die Gemeinde Wanna entscheidend geprägt und befruchtet. Professor Herrmann Rauhe, geboren im Jahr 1930, war Leiter der Hamburger Musikhochschule und wurde 2010 zum Namensgeber der Grundschule seines Heimatdorfes. Sein Vater hieß auch Hermann (1900 - 1986). Er war Lehrer, Heimatforscher und ein bekannter Ornithologe. Die Ergebnisse seiner naturkundlichen Beobachtungen fanden im Natureum in Balje einen geeigneten Aufbewahrungsort.

Schwarzgurt-Trainerin macht Kinder stark: Dass die Judo-Abteilung des TSV Wanna in letzter Zeit einen besonders großen Zulauf verzeichnet, hat vor allem mit ihr zu tun: Trainerin Angela Verbuyst ist Inhaberin des Schwarzgurts (1. Dan) und bringt den Kids in Wanna seit 2019 den im wahrsten Sinne des Wortes umwerfenden Kontaktsport bei.

Der Professor und das Wappen: Das Wappen der Gemeinde Wanna - ein schwarz-grünes Schild, das von einer silbernen Urne überdeckt wird - hat der Künstler und Heraldik-Professor Albert de Badrihaye (1880 - 1976) geschaffen. Und nicht nur das: Fast 500 Familien- und Gemeindewappen stammen aus seiner Feder.

Theologische Kostbarkeit: Das Heimatmuseum in der alten Schulscheune macht Geschichte lebendig. In den Ausstellungsräumen können Interessierte viele Schätze entdecken, unter anderem eine Bibel von 1750. "Darauf sind wir besonders stolz", sagt Ortsheimatpfleger Hans-Hermann Peters.

Gefangene schufteten im Moor: Wussten Sie, dass es in Ahlen-Falkenberg früher ein Kriegsgefangenenlager gab? Bis zu 3000 Kriegsgefangene waren dort untergebracht. Sie wurden für Kultivierungsarbeiten im Ahlenmoor eingesetzt. Eine Kriegsgräberstätte erinnert an diese Zeit. Insgesamt 36 Tote des Ersten Weltkrieges, ausnahmslos russische Kriegsgefangene, ruhen auf dem Friedhof. Sie starben in den Jahren 1914 bis 1921 im Gefangenenlager.

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Christian Mangels

Redakteur
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