Neue Bewohner in der Wingst:

Zoo-Besucher schon eingewickelt

14.08.2015

WINGST. Tierisch was los im Wingster Zoo: Vier weibliche Prinz-Alfred-Hirsche bezogen ihr neues Domizil auf dem Gelände der früheren Guanako-Anlage. Nebenan, im Affen- und Raubtierhaus, haben sich Nick und Elsa, zwei knopfäugige Wickelbären, wohnlich eingerichtet.

Potos flavus nennt ihn der Wissenschaftler, Nachtäffchen der Mexikaner, Mono Michi der Spanier, Kinkajou der Indio und Cuchicuchi heißt er in Venezuela. Mit seiner 20 Zentimeter langen Zunge nascht er Nektar aus Blüten und Honig aus Bienenstöcken, also sagt man auch Honigbär zu ihm. Und weil ihm beim Klettern sein Schwanz Halt gibt, den er um Äste oder um die Hände von Zoo-Mitarbeitern wickelt, bezeichnet man ihn als Wickelbären.

Zwei dieser putzigen Baumwipfelbewohner sind jetzt ins Wingster Affen- und Raubtierhaus gezogen: Nick und Elsa, die aussehen wie eine Kreuzung aus Bärenbaby, Otter und Affe, kamen vor acht Wochen dank des Verhandlungsgeschicks der Zoochefin Nadja Niemann aus dem Neunkircher Zoo (Saarland) ins Cuxland. In ihrem neuen Zuhause scheinen sie sich bärig wohlzufühlen – beim Pressefototermin gebärdeten sich die nachtaktiven Kleinbären jedenfalls putzmunter.

Schnell eingewöhnt haben sich auch die vier Prinz-Alfred-Hirsche (Cervus alfredi), die bereits seit Mai im Wingster Zoo leben. Die aus der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen geholten Weibchen sind in ein nagelneues Gehege gezogen, das eigens für die Neuankömmlinge auf dem Gelände der früheren Guanako-Anlage erbaut wurde. Der Förderverein Zoo in der Wingst mit seinem Vorsitzenden Torben Klöfkorn hat das 13 000 teure Projekt komplett finanziert.

Die Prinz-Alfred-Hirsche (Cervus alfredi) zählen zu den seltensten Hirscharten der Welt. Rund 2500 Tiere leben nach Schätzung von Experten noch in ihrer philippinischen Heimat. Die Jagd und die Waldrodung haben sie in ihrem früheren Lebensraum fast ausgelöscht. Nur noch auf den Inseln Negros und Panay soll es einzelne wild lebende Gruppen im Regenwald geben. Die Art ist nach Prinz Alfred (1844 – 1900), dem Sohn der britischen Königin Victoria benannt.

In Deutschland werden Prinz-Alfred-Hirsche nur an acht Standorten gehalten. Nach der Eingewöhnung der Hirschdamen wollen sich Zoochefin Nadja Niemann und ihr Team mit einem männlichen Tier um die Zucht der Prinz-Alfred-Hirsche bemühen, um die Art vor dem Aussterben zu bewahren.

Übrigens: Fans des Wingster Zoos können sowohl für die Wickelbären als auch für die Prinz-Alfred-Hirsche Patenschaften übernehmen. Die Beiträge werden zum Wohle der Tiere eingesetzt.

Übrigens: Am kommenden Sonntag, 16. August, findet im Zoo in der Wingst ab 10 Uhr erstmals ein Haustiertag statt. Neben vielen interessanten Infos über Haustiere und zur Herkunft unseres Essens wird unter anderem eine Spinnerin ihr Handwerk vorstellen. Außerdem ist ein Bio-Legehuhn-Betrieb mit seinen Hühnern zu Gast. Erstmalig wird auch das neue Bienenhaus für Besucher geöffnet sein.

Von Jens-Christian Mangels

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