Heimische Politik

Zur Kommunalwahl im Cuxland treten junge Kandidaten an

30.08.2016

KREIS CUXHAVEN. Neben den altgedienten Politikern im Cuxland, die zur Wahl antreten, erklären auch junge Kandidaten ihre Ziele. Von Carmen Monsees

Sie sind zwischen 19 und 27 Jahre alt. Zur Kommunalwahl 2016 werden auch junge Kandidatinnen und Kandidaten um jede Stimme kämpfen. Egal, in welcher Partei sie sich engagieren, sie haben ein Ziel. Die jungen Leute wollen dazu beitragen, im ländlichen Raum Zukunftsperspektiven für die Jugend zu schaffen und wenn es sein muss, den Missständen entschieden entgegen treten.

Niclas Röse ist Otterndorfer durch und durch und wahrlich kein Mensch, der sich hinter dem Ofen versteckt. Zehn Jahre war der 27-jährige Brau- und Malzmeister Vorsitzender der Jungen Union Otterndorf. Er arbeitet als Schichtleiter beim Sauerkonserven-Hersteller, der Alfred Paulsen GmbH. Jetzt kandidiert er für den Stadtrat und für den Samtgemeinderat Land Hadeln. Seine Zeit in der Jungen Union möchte er nicht missen. „Ich habe viele Erfahrungen sammeln können und die Facetten der Lokalpolitik ein ganzes Stück kennengelernt.“ Er sagt von sich, Politik sei schon immer sein Ding gewesen, weil er ein Kämpfer für die Sache sei. Von halben Sachen halte er nichts. „Als Parteimitglied bin ich das ganze Jahr über präsent und nicht nur vor der Wahl. Interessehalber habe er immer wieder Ratssitzungen besucht. Es sei beschämend gewesen, so Röse, dass junge Ratsmitglieder oftmals nur als stumme Begleiter fungierten. „Ich werde mich konstruktiv, unverbraucht und kooperativ in die Kommunalpolitik einbringen.“ Niclas Röse sagt: „Ich bin stolz auf den Zusammenhalt der Stadt Otterndorf.“ Dass es so bliebe, dafür werde er sich engagieren. Das Rad wolle er nicht neu erfinden, dafür aber gute Vorschläge erarbeiten, im Interesse aller. Und doch werde er unausgewogene und kurzsichtige Vorschläge kritisch hinterfragen. Als Ratsmitglied wolle er insbesondere die Themen bezahlbaren Wohnraum, das OTT-Kennzeichen und gezielte Vereinsförderung anpacken. Niclas Röse sagt, „er sei gegen jedes engstirnige Weltbild“. Er finde auch, dass Kandidaten mit Migrationshintergrund neue Sichtweisen einbringen können. Das ist auch das Bestreben von Nivaashini Arulrajasingham. Sie stammt aus einer Einwandererfamilie aus Sri Lanka. „Nisha“, wie sie von allen genannt wird, lebt in Lamstedt. Die persönliche Geschichte der 19-jährigen Auszubildenden zur Kranken- und Gesundheitspflegerin spielt eine Rolle, dass sie sich politisch engagiert. Sie ist die jüngste Kandidatin der SPD Börde Lamstedt – für den Kreistag, die Samtgemeinde und die Gemeinde Lamstedt. „Ich möchte über die Politik für ein besseres Miteinander und für eine gute Zukunft der kommenden Generationen sorgen.“ Hier gebe es noch so viel zu tun. „Die Jugend möchte eigentlich auf dem Land bleiben.“ Und doch mangele es an allen Ecken an Perspektiven. „Ich möchte die Stimme der Jugend sein“, sagt Nisha. Zudem wolle sie die Jugend für Politik begeistern. „Die Erfahrungen, die ich in der Politik mache, prägen sehr“, betont sie. Das bilde eine gute Basis für ihr Denken und Handeln.

Alidulfikar Huseins Wurzeln liegen im Irak. Den Krieg dort hat er nicht erlebt, denn er ist in Deutschland geboren. Er lebt mit seiner Familie in Hechthausen. Ali hat in diesem Sommer sein Abitur am Gymnasium Warstade gemacht. Demnächst beginnt er ein Studium in Medizintechnik in Hamburg. Ali sagt, „ich möchte pendeln. Dafür braucht es den HVV bis Hemmoor.“ Für die Schulabgänger wäre das optimal. Ganz gleich, ob man studiere oder andernorts eine Ausbildung absolviere. Viele junge Leute würden gern hierbleiben, sagt er. Ali sagt, er wisse, was der Jugend in Hechthausen fehle, wo die Schwachstellen lägen. Die Mehrzweckhalle müsse vergrößert werden, damit Fußballgruppen nicht immer behelfsmäßig ausweichen müssten. „So verlieren Kinder die Lust am spielen.“ Für mehr soziale Interaktion wolle er sich einsetzen. Viele Kinder schaukelten alleine in ihrem Garten. Er plädiere für einen großen Abenteuerspielplatz, wo alle zusammenkommen könnten. Integration funktioniere nach seiner Ansicht über Vereine und auf öffentlichen Plätzen. „Politik macht mir gute Laune“, sagt der 19-Jährige. Er ist der jüngste Kandidat der CDU und kandidiert für den Rat Hechthausen und den Samtgemeinderat Hemmoor.

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