Ob Kitas und Schulen im Kreis Cuxhaven in den eingeschränkten Betrieb gehen müssen, entscheidet der Landkreis wenn er die Lage genau analysiert hat und eine Allgemeinverfügung für notwendig hält. Am Dienstag war die 100er-Marke den zweiten Tag in Folge überschritten. Foto: Uwe Anspach/dpa
Corona-Tagesbericht

Zweiter Tag über 100: Landkreis Cuxhaven äußert sich zu Einschränkungen

von Redaktion | 13.04.2021

KREIS CUXHAVEN. Die Corona-Inzidenz im Landkreis Cuxhaven liegt den zweiten Tag über der kritischen 100er-Marke. Der Landkreis erklärt, welche Folgen das hat.

Zehn Neuinfektionen sind dem Landkreis Cuxhaven bis Montag, 24 Uhr genannt worden. Die Inzidenz ist am Dienstag entsprechend gestiegen und liegt bei 103. 

Neuinfektionen verzeichnen die Gemeinde Schiffdorf (4), die Stadt Cuxhaven (3), die Samtgemeinde Land Hadeln (3) und die Gemeinde Beverstedt (1). Als genesen gelten am Dienstag 21 Corona-Patienten. Ein Mensch ist gestorben.

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Situation analysieren 

"Vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens im gesamten Land Niedersachsen stellt diese Entwicklung im Cuxland keine Ausnahme dar", ordnet Landrat Kai-Uwe Bielefeld die Lage ein. Jetzt gelte, die spezifische Situation hier vor Ort zunächst sorgfältig zu analysieren.

Überschreitung muss von Dauer sein

"Nur wenn sich abzeichnet, dass die Überschreitung der 100er-Grenze von Dauer ist, müssen weitere Maßnahmen entsprechend der geltenden Corona-Verordnung des Landes und im Interesse des Gesundheitsschutzes ergriffen werden", so Bielefeld.

Allgemeinverfügung für Beschränkungen 

Etwaige strengere Kontaktbeschränkungen, Einschränkungen für den Einzelhandel oder den Schulbetrieb ergeben sich laut Bielefeld nicht automatisch nach drei aufeinanderfolgenden Tagen, an denen der Inzidenzwert von 100 überschritten wurde, sondern müssten erst per Allgemeinverfügung vom Landkreis erlassen werden. "Wir haben die Zahlen weiterhin genauestens im Blick, um angemessen und unaufgeregt reagieren zu können", so Bielefeld.

Stade ohne Beschränkungen

Der Landkreis Stade hat beispielsweise trotz einer Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen am Dienstag entschieden, vorerst keine weiteren Einschränkungen vorzunehmen. Dort sei das Infektionsgeschehen klar einem Betrieb zuzuordnen und die Behörden erwarten, dass die Corona-Quote in Kürze wieder sinken wird. 

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