Flagge zeigen 2019


Standplan

Übersicht Berufsbilder


Sieben goldene Regeln  für einen erfolgreichen Messebesuch!

So viele Firmen mit so vielen Ausbildungsangeboten – wann hat man schon einmal die Gelegenheit, sie alle „auf einen Schlag” kennenzulernen?

Unternehmen der verschiedensten Branchen, Dienstleister, Institutio-nen, Kommunen, Fachhochschulen – sie alle präsentieren sich und ihre Ausbildungsangebote unter einem Dach. Deshalb sollte dein Besuch auf der „Flagge zeigen” sorgfältig geplant sein, bevor dein Rundgang beginnt.

Tipp 1: Gut vorbereitet ist halb gewonnen.
Gehe das Ausstellerverzeichnis auf den Seiten 16 und 17 dieses Heftes genau durch und notiere, welche Berufe und welche Aussteller Du besuchen möchtest. Anhand des Messeplans kannst du dann deine Route vorbereiten.

Tipp 2: Der erste Eindruck zählt.
Achte beim Messebesuch auf dein Äußeres. Du solltest gepflegt sein und ordentlich gekleidet.

Tipp 3: Schalte dein Smartphone aus.
Es wäre doch zu peinlich, wenn während eines Gespräches mit einem Personalentscheider dein Handy klingelt...

Tipp 4: Wer mitschreibt kann nichts vergessen.
Wenn am Stand gerade großer Andrang herrscht, vereinbare eine Uhrzeit, zu der du wiederkommen sollst. Das mach immer einen guten Eindruck.

Tipp 5: Bereite deine Fragen vor.
Am besten, Du machst Dir einen Spickzettel, auf dem du alles notierst, was du fragen willst. Zum Beispiel Dauer der Ausbildung, welche Kenntnisse sinnvoll sind usw.

Tipp 6: Selbsbewusst auftreten!
Erzähle von Deinen Leistungen und Talenten – es ist wichtig, dem Gegenüber zu zeigen, dass weiss, was man will.

Tipp 7: Vorbereitung ist der halbe Erfolg.
Du solltest ein paar Lebensläufe dabei haben. Dann kansst du dich gleich auf der Messe bewerben. Immer dran denken: wer zuerst kommt, mahlt zuerst...


Die perfekte Azubi-Bewerbung

Die Bewerbung hinterlässt einen ersten Eindruck und der ist immer ganz besonders wichtig!

Deshalb sollte man ein paar Regeln beachten, bevor man seine Bewerbungen auf die Reise schickt. Denn eins ist ja klar: ist das Bewerbungsschreiben nicht gut, ist auch der erste Eindruck entsprechend. Und die Chance, zum Gespräch eingeladen zu werden, ist dann gering...

Wann bewirbt man sich?
Gerade Arbeitgeber im öffentlichen Dienst oder große Unternehmen haben sehr lange Bewerbungsfristen und besetzen ihre Ausbildungsplätze frühzeitig. Faustregel: Am besten schon ein Jahr vor Schulabschluss mit den Bewerbungen anfangen.

Lass Dich finden!
Viele Betriebe suchen sich ihre Azubis selbst im Internet raus. Deshalb solltest du dich auch im Netz präsentieren! Hier kannst du z.B. kostenlos deinen Lebenslauf einstellen!

Die Bewerbungsmappe!
Eine Bewerbungsmappe besteht aus 3 Teilen: dem Bewerbungsschreiben, dem Lebenslauf und deinem Zeugnis bzw. Zeugnissen und anderen Belegen. Alle Dokumente in der Bewerbungsmappe sollten nicht gelocht und nur einseitig beschrieben sein. Verwende keine Klarsichthüllen und achte darauf, dass die Dokumente in der Bewerbungsmappe keine Eselsohren oder Flecken enthalten und dass sie frei von Rechtschreibfehlern sind.

1. Das Bewerbungsschreiben.
Wenn in einer Stellenanzeige ein Ansprechpartner genannt ist, richte das Schreiben an ihn. Wenn dir kein Ansprechpartner bekannt ist, schreibe an die Personalabteilung. In deinem Schreiben erklärst du, wo du die Stellenanzeige gefunden hast und warum du dich für eine Lehrstelle interessierst. Außerdem solltest du überzeugend darstellen, welche Fähigkeiten und Motivationen du für diesen Beruf mitbringst. Zum Schluss solltest du um eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch bitten. Das Bewerbungsschreiben sollte insgesamt nicht länger sein, als eine Seite DIN 4.

Der Lebenslauf.
Er enthält alles zu Deiner Person und zu deiner Schulbildung. Am Ende schreibst du etwas zu deinen Interessen und besonderen Fähigkeiten. Falls du Praktika absolviert hast oder eine berufsvorbereitende Maßnahme, gehört auch das an das Ende des Lebenslaufs. Überlege dir bei diesem Teil gut, was du schreibst und schneide deinen Lebenslauf auf den Ausbildungsplatz zu. Das Foto wird links oben mit beidseitigem Klebeband befestigt, auf die Rückseite schreibst du vorher noch deinen Namen. Das Foto sollte ungefähr das Format 40 x 55 mm haben, ob Farbe oder schwarz-weiß ist egal.

Die Zeugnisse.
Deine Zeugnisse gehören natürlich auch in die Bewerbungsmappe. Wenn du deinen Schulabschluss nicht in Deutschland gemacht hast, musst du dein Zeugnis anerkennen lassen. Informationen dazu bekommst du beim Schulamt in deiner Stadt.

Knapp bei Kasse?
Wenn du dich mit einer Bewerbungsmappe schriftlich bewerben willst, kannst du dafür Unterstützung vom Arbeitsamt bekommen. Am besten wendest du dich direkt an den zuständigen Berater. Bewilligt er deinen Antrag, übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die Bewerbungsmappe, das Porto und auch die Reisekosten, wenn du zu einem Vorstellungsgespräch fahren musst.

Bewerbungstraining.
Wenn du dich überfordert fühlst, kannst du ein Bewerbungstraining in Anspruch nehmen. Auch hier hilft dir die Arbeitsagentur, die in der Regel ein kostenloses Bewerbertraining angebietet und in dessen Verlauf du dir auch eine Bewerbungsmappe zusammenstellen kannst.

Blindbewerbungen.
Nutze die Möglichkeit, in die Offensive zu gehen und bewirb dich auch bei Betrieben, die nicht inseriert haben. Solche Blindbewerbungen führen häufig zum Erfolg!

Wie bewerbe ich mich?
In den Stellenangeboten wird in der Regel um eine schriftliche Bewerbung gebeten. Du kannst also einfach deine Bewerbungsmappe an den Betrieb schicken. Allerdings ist das nicht immer empfehlenswert. Denn gerade die Anzeigen im Internet werden nicht immer sofort aktualisiert. Es kann also sein, dass eine Anzeige noch online ist, obwohl der Ausbildungsplatz schon besetzt ist. Besser, Du rufst vorher an und fragst, ob die Stellenanzeige noch aktuell ist.

Die Online-Bewerbung.
Als erstes solltest du klären, ob eine Online-Bewerbung überhaupt erwünscht ist und am besten auch gleich die Mailadresse des Personal-verantwortlichen herausfinden. Außerdem solltest du klären, ob das Unternehmen im Internet Formulare für Online-Bewerbungen bereitstellt oder ob eine freie Bewerbung gewünscht ist. Ob du dein Bewerbungsschreiben als E-Mail verschickst oder gemeinsam mit dem Lebenslauf und dem Foto als PDF anhängst, kannst Du entscheiden. Verzichte in der Mail auf alle Formatierungen – sie kommen unter Umständen ganz anders beim Empfänger an, als geplant. Um sicherzugehen, solltest du die Mail zunächst online einem Freund oder Familienmitglied schicken und nachsehen, wie sie angekommen ist!

Keine Antwort
Es kann einen mürbe machen, wenn man viele Bewerbungen verschickt hat und keine Antworten erhält. Von daher: Notiere dir immer genau, wann du eine Bewerbung an einen Betrieb verschickt hast. Wenn dir der Betrieb nach einigen Wochen noch keine Rückmeldung gegeben hat, rufe den Betrieb an und frage nach, ob deine Bewerbung um eine Lehrstelle angekommen ist und wann du mit einer Antwort oder einer Entscheidung rechnen kannst.

Vorstellungsgespräch.
Ein erster Erfolg ist es, wenn du zu einem Gespräch eingeladen wirst. Jetzt hast du die Möglichkeit, dich zu beweisen und solltest dich gründlich auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten


Was du für ein Vorstellungsgespräch wissen solltest.

Das Bewerbungsgespräch ist ein wichtiger Termin. Wenn du das Gespräch führst, solltest du ausgeruht und fit sein.

Deine Kleidung sollte ordentlich, sauber und nicht zu ausgefallen sein. Außerdem solltest du dich wohl darin fühlen. Bei bestimmten Berufen (z.B. Banker) solltest du einen Anzug bzw. ein Kostüm tragen. Für die Damen gilt: nicht zu viel Parfüm, nicht zu viel Schminke, nicht zu viel Schmuck.
 

Das Bewerbungsgespräch trainieren.
Was sehr hilfreich ist: Bitte einen Bekannten oder ein Familienmitglied darum, mit dir ein Training zu machen. Die andere Person schlüpft dabei in die Rolle des Personalverantwortlichen. Damit das Training echt ist, solltet ihr das Gespräch von vorne bis hinten durchspielen, vom Handschütteln bis zur Verabschiedung. Wichtig: Vor dem Gespräch solltest du dir unbedingt noch einmal deine Bewerbungsunterlagen anschauen, damit du genau weißt, was du geschrieben hast.

Und so läuft ein Bewerbungsgespräch:
Wenn du die Einladung zum Gespräch erhältst, solltest du den Termin telefonisch oder schriftlich bestätigen. Stelle sicher, dass du pünktlich oder sogar fünf Minuten vorher dort bist. Für das Gespräch gelten folgende Regeln:

  • 1. Wer den Raum betritt, grüßt zuerst.
  • 2. Setze dich erst hin, wenn du dazu aufgefordert wirst.
  • 3. Das Gespräch führen werden erst einmal mal die anderen.
  • 4. Verstelle dich nicht. Dir gegenüber sitzen in der Regel Profis, die dich durchschauen, wenn du zum Beispiel dein Interesse nur vorspielst.
  • 5. Höre aktiv und konzentriert zu. Bleibe offen und frage ruhig nach, wenn du etwas nicht verstehst.
  • 6. Halte Blickkontakt.
  • 7. Absolute Killer sind zum Beispiel Kaugummi kauen oder die Hände nicht aus der Hosentasche nehmen.
  • 8. Am Ende des Gesprächs solltest du noch einmal dein großes Interesse an dem Ausbildungsplatz bekunden und fragen, wann du mit einer Entscheidung rechnen kannst.

In fast jedem Vorstellungsgespräch kommt irgendwann die Frage nach den Stärken und Schwächen. Jetzt gilt es, ehrlich zu bleiben und keine vorgefertigten Antworten zu geben. Da die Frage absehbar ist, solltest du dir vorher gründlich deine Antworten überlegen. Sprich doch mit Freunden und Familienmitgliedern darüber. Wichtig ist, dass du die genannten Schwächen und Stärken an konkreten Beispielen belegen kannst! Bleibe offen und selbstbewusst. Jeder hat Schwächen!

Außerdem kann es sein, dass man dir noch Fachfragen zu deinem Beruf stellt. Hier geht es oft darum, zu testen, wie du reagierst und ob du dich ausdrücken kannst. Ob du die Antwort kennst oder nicht: Versuche offen zu bleiben und gib zu, wenn dir ein Thema nichts sagt. Versuche auf ein Thema überzuleiten, mit dem du dich auskennst. Allerdings solltest du dich gründlich mit dem Unternehmen und deinem Beruf auseinandergesetzt haben, sonst kann es hier peinlich werden.

Früher oder später kommt dann im Bewerbungsgespräch der Moment, an dem es heißt: „Haben Sie noch Fragen an uns?“. Und die solltest du unbedingt haben, um zu zeigen, wie motiviert du bist. Eine gute Frage ist z.B. „Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen und wie viele davon sind Auszubildende?” oder „Wie ist der Ablauf der Ausbildung? Wird man in verschiedenen Abteilungen eingesetzt? Gibt es Schulungen?”

Wenn du all das bei deinem Vorstellungsgespräch beherzigst, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen!