Export vom Kreis Cuxhaven in den Pott: Karls bringt "Pipi-Kaka-Land" nach Oberhausen
Ein Haufen Aufmerksamkeit: Mit dem "Pipi-Kaka-Land" landet Karls den nächsten viralen Hit. Jetzt schwappt die Klo-Welle vom Cuxland direkt nach Oberhausen in Nordrhein-Westfalen.
Vom Cuxland ins Ruhrgebiet: Karls exportiert sein umstrittenes "Pipi-Kaka-Land": Was in Loxstedt für Diskussionen sorgte, kommt nun nach Oberhausen. Mit der Eröffnung des neuen Karls-Erlebnisdorfs am Mittwoch, 22. Juli, zieht auch das ungewöhnliche und umstrittene "Pipi-Kaka-Land" in den Freizeitpark in NRW ein. Die Idee ist erstmals für den Karls-Standort in Loxstedt im Landkreis Cuxhaven entwickelt und umgesetzt worden.
"Mit acht Metern Höhe entsteht in dem neuen Freizeitpark am Centro Oberhausen somit wohl der größte Pott im Pott", schreibt der Westfälische Anzeiger. "Doch still wird dieses Örtchen nicht werden: Der XXL-Donnerbalken erfüllt eine andere Funktion, als Besucher zunächst annehmen könnten", heißt es da. Das Super-Klo wird in Oberhausen eine von 20 Attraktionen - darunter auch ein Bereich mit Ruhrpott-Charakter, dem "Curryversum". Ob Karls jetzt im Gegenzug das "Curryversum" noch nach Loxstedt bringt, steht wohl in den Sternen...
Themenbereich hatte schon im Vorfeld für Diskussion gesorgt
Schon bei der Vorstellung der Pläne für Loxstedt hatte der Themenbereich "Pipi-Kaka-Land" bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Im Park in Loxstedt sind unter anderem eine mehrere Meter hohe Toiletten-Skulptur, aus der Schokoladen-Softeis in kleinen Keramik-Toiletten verkauft wird, eine Rutsche mit dem Namen "Abflussrohr" sowie weitere Attraktionen rund um das Thema Toilette aufgebaut worden.
Karls-Gründer Robert Dahl hatte die Idee seinerzeit mit der Behauptung begründet, die erste öffentliche Toilette Deutschlands habe in Bremerhaven gestanden. Einen historischen Beleg fand sich dafür allerdings nicht. Kritiker vermuteten deshalb schon damals, dass die Aussage ein Marketingkniff war - was sich auch bestätigte. Wer für den Standort in Loxstedt nahe Bremerhaven mit einer maritimen Attraktion - wie zum Beispiel einem Segelschiff - gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt.
Die ersten Reaktionen im Cuxland auf das geplante "Pipi-Kaka-Land" waren sehr gemischt - sie reichten von Begeisterung und Neugier bis hin zu Kopfschütteln und der Frage, ob Karls mit dem Toiletten-Thema über das Ziel hinausschießt.
Der Park in Oberhausen ist übrigens das erste Karls-Erlebnisdorf, in dem eine Barzahlung nicht mehr möglich ist. Das Unternehmen hat sich dort für ein neues Online-Bezahlsystem entschieden. Besucher können per Karte oder auf Guthabenbasis zahlen. Laut Karls habe es dafür zuletzt in Werningerode Tests mit dem sogenannten "Cashberry" gegeben, die gezeigt hätten, dass es weniger lange Wartezeiten zum Beispiel bei der Gastronomie gebe. Auch beim Deichbrand-Festival in Nordholz war ein solches System zum ersten Mal zum Einsatz gekommen.

Die wichtigsten Reaktionen zum Pipi-Kaka-Land im Überblick:
Große Aufmerksamkeit von Beginn an: Kaum ein Bestandteil des neuen Karls-Erlebnisdorfs in Loxstedt sorgte für so viel Resonanz wie das "Pipi-Kaka-Land". Karls-Chef Robert Dahl sprach selbst davon: "Die Idee ist ein bisschen viral gegangen".
Neugier vieler Familien: Gerade Familien mit Kindern reagierten vielfach positiv. Der spielerische Umgang mit einem Thema, das Kinder ohnehin beschäftigt, wurde als originell und lustig empfunden. Karls setzte offenbar bewusst auf Humor und kindgerechte Inszenierung.
Kritik am Geschmack: Andere hielten die Idee für albern oder geschmacklos. Besonders die riesige Toiletten-Skulptur und das Schokoladeneis aus Keramik-Toiletten sorgten für kontroverse Diskussionen.
Debatte über den Namen: Bereits vor der Eröffnung ließ Karls die Öffentlichkeit über den Namen abstimmen. Zur Wahl standen unter anderem "Pipi-Kaka-Land" und "Lokusland".
Von Dirk Bliedtner
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