Auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern geriet das auf mehreren Wiesen liegende Heu in Brand. Foto: Jürgen Lange
Auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern geriet das auf mehreren Wiesen liegende Heu in Brand. Foto: Jürgen Lange
80 Feuerwehrleute im Dauereinsatz

Großbrand in Hemmoor: Feuerwehr kämpft unter extremen Bedingungen gegen Flammen

13.07.2026

Ein Brand hat am Montag im Hemmoorer Stadtteil Basbeck rund 30.000 Quadratmeter frisch gemähtes Heu zerstört. Rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren sowie zahlreiche Landwirte waren stundenlang im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

Gegen 13.55 Uhr bemerkten Anwohner am Montag (13. Juli 2026) im Mühlenreiherweg in Hemmoor eine starke Rauchentwicklung und alarmierten die Feuerwehr. Bereits auf der Anfahrt war die gewaltige Rauchwolke weithin sichtbar. Die ersten Einsatzkräfte trafen nur wenige Minuten später am Brandort ein und stellten fest, dass sich das Feuer bereits rasch über mehrere Wiesen ausgebreitet hatte.

Feuer breitet sich rasch auf mehrere Wiesen aus

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da der moorige Untergrund ein Tanklöschfahrzeug festfahren ließ. Weitere wasserführende Fahrzeuge wurden umgehend nachalarmiert. Von Vorteil erwiesen sich die zahlreichen Gräben rund um die Brandfläche, die eine schnelle Wasserversorgung ermöglichten und verhinderten, dass sich die Flammen auf weitere Wiesen ausbreiteten. Ein Landwirt zog das festgefahrene Fahrzeug mit einem Traktor aus dem weichen Boden.

Mit Unterstützung mehrerer Tanklöschfahrzeuge bekämpften die Einsatzkräfte den Brand von allen Seiten. Zahlreiche Landwirte eilten mit Traktoren und wassergefüllten Güllefässern zur Hilfe und entnahmen Wasser aus den angrenzenden Gräben, um die brennenden Flächen zu bewässern.

Trotz des moorigen Untergrunds, auf dem ein Tanklöschfahrzeug eingesunken war, konnte der erste Löschangriff umgehend eingeleitet werden. Foto: Jürgen Lange

Landwirte unterstützen mit Traktoren und Güllefässern

Nach Angaben des betroffenen Landwirts war das Gras erst wenige Tage zuvor gemäht worden und sollte in den kommenden Tagen zu Heu gepresst und eingebracht werden. Durch das Feuer wurde der gesamte Vorrat aus bislang ungeklärter Ursache vernichtet. Die Polizei Hemmoor nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache auf.

Nach rund drei Stunden konnten die Feuerwehrkräfte den Brand unter Kontrolle bringen. Anschließend waren umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich, da immer wieder Glutnester aufflammten. Gegen 17 Uhr wurden die Feuerwehren aus Althemmoor und Westersode nachalarmiert, um erschöpfte Einsatzkräfte unter den extremen Bedingungen abzulösen. Mit Löschrucksäcken durchsuchten die Feuerwehrleute die weitläufige Fläche nach weiteren Brandherden.

Zahlreiche Landwirte unterstützten die Feuerwehr mit ihren Traktoren und transportierten mit großen Güllefässern mehrere Tausend Liter Wasser zur Brandfläche. Foto: Jürgen Lange

Stundenlange Nachlöscharbeiten erforderlich

Während des Einsatzes blieb der Mühlenreiherweg mehrere Stunden voll gesperrt. Tanklöschfahrzeuge wurden im Pendelverkehr mit Wasser versorgt. Die hohe körperliche Belastung durch die schwere Schutzkleidung, die sommerlichen Temperaturen und die enorme Hitzeentwicklung machten einen regelmäßigen Personalwechsel notwendig.

Erst in den Abendstunden konnte endgültig "Feuer aus" gemeldet werden. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge rückten die Einsatzkräfte in den Feierabend ab.

Im Einsatz waren insgesamt rund 80 Feuerwehrleute aus Basbeck, Warstade, Hechthausen, Lamstedt, Althemmoor und Westersode sowie Gemeindebrandmeister Björn Müller und sein Stellvertreter Malte Schimmelpfennig. Darüber hinaus unterstützten die Polizei Hemmoor und zahlreiche Landwirte mit Traktoren und Güllefässern die aufwendigen Löscharbeiten.

Von Jürgen Lange

Unter extremen Bedingungen bekämpften die Einsatzkräfte den Brand mit einem massiven Löschangriff aus mehreren Tanklöschfahrzeugen und weiteren wasserführenden Fahrzeugen. Foto: Jürgen Lange

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