Selbsthilfegruppe für Demenz-Angehörige startet im Februar in Nordholz
Ab Februar bietet der Demenzstützpunkt Nordholz eine neue Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige an. Hier können Betroffene Erfahrungen austauschen und Unterstützung finden
Am Demenzstützpunkt in Nordholz startet ab Februar eine neue Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige. Geleitet wird die Gruppe von Nina Pfautsch, die als examinierte Pflegefachkraft und Qualitätsmanagementbeauftragte in Sozial-, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen tätig ist. "Das Ziel ist, dass die Selbsthilfegruppe irgendwann von den Betroffenen selbst geleitet wird und ich mich nur noch im Hintergrund befinde", erläutert Nina Pfautsch.
Rund zwei Millionen Menschen sind an Demenz erkrankt
In Deutschland leiden schätzungsweise knapp zwei Millionen Menschen an Demenz, mit steigender Tendenz. Angehörige tragen eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe, die oft Jahre in Anspruch nimmt und ein Höchstmaß an Geduld und Kraft erfordert. Vor allem Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressionen, enthemmtes Verhalten und Unberechenbarkeit der Erkrankten sind belastend. Dabei kommen die eigenen Bedürfnisse der Angehörigen häufig zu kurz.
Selbsthilfegruppen ermöglichen Betroffenen, sich über ihre Alltagsschwierigkeiten auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig Mut zu machen. "In einer Selbsthilfegruppe treffen sich Menschen, die von der gleichen Krankheit betroffen sind oder das gleiche 'Problem‘ haben. Sie sprechen über ihre Schwierigkeiten im Alltag, lernen voneinander und machen sich gegenseitig Mut", führt Nina Pfautsch weiter aus.
Monatliches Gesprächsangebot für Angehörige in Nordholz
Pflegende Angehörige sind oft überfordert und benötigen Unterstützung. "Sie wissen häufig nicht, welche Entlastungsmöglichkeiten es gibt. Für die pflegenden Angehörigen ist es eine große Entlastung zu wissen, wo sie sich melden können, wenn sie Unterstützung brauchen."
Der Demenzstützpunkt bietet ab Februar ein monatliches Gesprächsangebot. Die Gruppe trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat, um Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Das erste Treffen findet am 6. Februar um 10 Uhr im regionalen Versorgungszentrum Wurster Nordseeküste, Feuerweg 6c, statt.
An Demenz erkrankte Menschen und deren Angehörige finden beim Demenzstützpunkt Cuxland Unterstützung. Auch Pflegeinstitutionen mit Schwerpunkt Demenzerkrankungen erhalten ein Beratungsangebot. Zusätzlich koordiniert der Stützpunkt regionale Informations- und Unterstützungsangebote.
Weitere Informationen und die Anmeldung zur Selbsthilfegruppe sind bei Nina Pfautsch möglich, Tel. (0 47 41) 60 29 78.
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