Amtsgericht Otterndorf: Hemmoorer ohne Zugticket unterwegs
Am Donnerstag (12. Februar 2026) musste sich ein Hemmoorer vor dem Amtsgericht Otterndorf verantworten. Die Staatsanwaltschaft führte Erschleichung von Leistung in zwei Fällen als Anklagepunkte auf.
Der Angeklagte wurde zweimal dabei erwischt, wie er mit dem Zug auf der Strecke zwischen Cuxhaven und Hamburg ohne Ticket unterwegs war. "Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten hatte ich kein Ticket", gibt der Angeklagte vor Gericht zu. Die Fahrten habe er gemacht, um seinen Vater zu besuchen. Der Mann bezieht Bürgergeld. Ein Betreuer verwaltet das Geld und lässt dem Angeklagten wöchentlich einen Teil davon zukommen. Der Hemmoorer ist bereits mehrfach auffällig geworden, wie aus dem Register hervorgeht.
Milde walten lassen
"Ich bitte darum, etwas Milde walten zu lassen. Er versucht, mit mir zusammenzuarbeiten", wendet sich der Betreuer an Richterin Sabine Deutschmann. Der Angeklagte bekommt eine Verwarnung mit Strafvorbehalt. Sollte er in den nächsten zwei Jahren straffällig werden, muss er eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen à fünf Euro bezahlen. Die Kosten des Verfahrens muss der Angeklagte tragen. "Sie sind gewillt, etwas zu ändern mit ihrem neuen Betreuer", erklärt die Richterin ihre Entscheidung.