Nicht nur zur Weihnachtszeit
Seit vielen Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung und Information. Heute geht es um Ende und Beginn der Weihnachtsszeit.
Die Stadt Cuxhaven ist ihrer Zeit voraus. Um Längen voraus sogar. Woran ich das ausmache? Ganz einfach: an der liebevollen Dekoration im Stadttheater. Auf den Stehtischen stehen kleine Vasen mit Tannengrün oder Stechpalmen mit roten Beeren. Diese Zierde ist zweifelsfrei der Weihnachtszeit zuzuordnen. Da sind sich auch meine Begleitungen einig. Die meisten Menschen räumen ihre Weihnachtsdeko bis Heilige Drei Könige am 6. Januar weg, weil dies traditionell als das Ende der Weihnachtszeit gilt. Andere hingegen lassen sich noch mehr Zeit, genauer gesagt bis 40 Tage nach Jesu Geburt. Aber spätestens am 2. Februar ist definitiv Schluss. Zu Mariä Lichtmess endet höchst offiziell die Weihnachtszeit. Allerdings ist dies vor allem in der katholischen Tradition verankert und nicht unbedingt im eher protestantischen Norddeutschland zu verorten. Doch auch dieses ultimative Datum war bei meinem Theaterbesuch am Sonntag eindeutig überschritten. Auch wenn ich einen wunderbaren Abend sehr genossen habe, so bin ich doch über den Deko-Fauxpas ein wenig gestolpert, wenngleich auch schmunzelnd. Schließlich steht mir - und sicherlich auch vielen anderen - jetzt in der Februartristesse eher der Sinn nach Frühlingsboten, sprich nach kunterbunten Tulpen oder sonnengelben Narzissen. Dennoch ist die Botschaft unmissverständlich: Weihnachten kommt schließlich immer schneller, als man denkt …