Worte, die in den Giftschrank gehören
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserschaft der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Worte, die weggehören.
In meiner inzwischen weit zurückliegenden Kindheit habe ich voller Begeisterung Lieder wie "Zehn kleine N…lein" oder "Lustig ist das Z…leben" mitgeschmettert. Die Angehörigen der älteren Generation wissen vermutlich sofort, welche Lieder gemeint sind. Die Jüngeren müssen sie gar nicht erst kennen.
Das Z-Wort ist zwar nicht verboten, wird vom Duden inzwischen aber ausdrücklich als diskriminierend gekennzeichnet. Auch die N-Bezeichnung ist nicht strafbar, gilt jedoch als rassistisch und diskriminierend. Wer meint, solche Begriffe könne man doch weiterhin bedenkenlos sagen oder schreiben, dem halte ich ein klares Nein entgegen. Für mich gehören diese Bezeichnungen endgültig in den Giftschrank. In unserer Sprache haben sie nichts mehr zu suchen.
Dass Pippi Langstrumpfs Vater inzwischen zum Südseekönig geworden ist, tut der Geschichte schließlich keinen Abbruch. Und ein Schaumkussbrötchen ist und bleibt eine leckere Angelegenheit.
Warum ich das schreibe? Gleich zweimal bin ich in diesen Tagen hier bei uns in Cuxhaven über das Z-Wort gestolpert - und zwar im kulinarischen Zusammenhang.
Deshalb meine ganz einfache Bitte: Serviert eure Schnitzel künftig doch einfach mit Balkan-, Puszta- oder Paprikasoße. Das schmeckt genauso gut und kommt ganz ohne diskriminierende Bezeichnungen aus.
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