Mann muss nach Doppelmord dauerhaft in Psychiatrie

17.10.2017

Hannover (dpa/lni) - Nach einem Doppelmord in Hannover wird ein 25 Jahre alter Syrer in eine Psychiatrie eingewiesen. Das hat das Landgericht Hannover am Dienstag zum Prozessende angeordnet. Der Mann war am Abend des 15. April einer 27-Jährigen beim Verlassen der U-Bahn gefolgt und hatte sie mit 22 Messerstichen getötet. Zudem hatte er am 18. April in Kleefeld mit einem Messer einen Freund getötet, der ihm wegen seiner Gesundheitsprobleme helfen wollte.

Nach Ansicht des Gerichts leidet der Beschuldigte an einer schweren Psychose, die im April eine dramatische Entwicklung genommen hatte. Laut einem Gutachter hörte der Mann regelmäßig Stimmen, und fühlt sich verfolgt. «Die Taten sind Tragödien, die eine große Gefährlichkeit belegen», begründete Richter Wolfgang Rosenbusch die Entscheidung. Das Gericht wertete die Verbrechen als Totschlag.

Der Mann war seit April vorläufig in einer geschlossenen Klinik untergebracht. Dort muss er dauerhaft bleiben, bis keine Gefahr mehr von ihm ausgeht.

 Landgericht Hannover

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