Niedersachsen hat erste detaillierte Bodenkarte
Hannover (dpa/lni) - Eine neue Karte der niedersächsischen Böden soll Bauprojekte künftig erleichtern. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat die neue Bodenkarte im Maßstab 1:50 000 am Montag in Hannover vorgestellt. Mit der Karte können Behörden Großprojekte wie neue Straßen oder Stromtrassen besser planen. «Früher mussten Ingenieure viele kleine Karten benutzen und das dauerte länger und war teurer», sagte der Sprecher des Amts, Björn Völlmar. «Die neue Karte soll auch helfen bauliche Fehlplanungen zu verhindern.» Denn nun können Bauplaner sehen, wo sie etwa Strommasten besonders sichern müssen und wo sie gar nicht bauen sollten, da der Boden dort besonders für Landwirtschaft geeignet ist.
Die Karte können alle kostenlos im Internet anschauen. Häuserbesitzern helfen die Daten beispielsweise, um eine Erdwärmeanlage für ihr Haus zu bauen. Bauern können sie nutzen, um zu sehen, wo ihr Boden am fruchtbarsten ist. Und Naturschützer finden laut Völlmar Orte, die sich als neue Naturschutzgebiete eignen oder die für den Grundwasserschutz wichtig sind.
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