FC Cuxhaven vor Mammutaufgabe: Gelingt die große Überraschung in Ahlerstedt?
Der Tabellendritte gegen das Schlusslicht - die Rollen scheinen klar verteilt. Selbst Trainer Kai Dombrowski weiß, dass kaum jemand dem FC Cuxhaven in Ahlerstedt etwas zutraut. Doch er glaubt an eine Überraschung.
Es ist ein Duell der Gegensätze, wenn der FC Cuxhaven am Freitagabend bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf antritt. Der Tabellendritte empfängt das Schlusslicht der Fußball-Landesliga. Während die Cuxhavener als Aufsteiger ums Überleben in der Liga kämpfen, spielt sich Ahlerstedt regelmäßig in einen Rausch. Die letzten drei Spiele hat die Mannschaft aus dem Kreis Stade allesamt gewonnen und dabei 14 Tore erzielt. Auch gegen den FC Cuxhaven gehen sie als haushoher Favorit in die Begegnung. Das weiß auch Cuxhavens Trainer Kai Dombrowski, der seit etwas mehr als zwei Wochen den Cheftrainerposten übernommen hat, nach dem Rücktritt von Timo Szybora. "Niemand glaubt daran, dass wir da was holen. Wichtig ist nur, dass wir das tun", sagt Dombrowski. Er freut sich auf das Duell mit A/O am Freitagabend unter Flutlicht. Wie schon in der Vorwoche wird das Hauptaugenmerk auf der Defensive liegen bei den Cuxhavenern. Ahlerstedt hat eine enorme offensive Wucht mit hoher individueller Klasse und vor allem Tempo. Darauf müssen sich die Cuxhavener einstellen. Nur zum Vergleich: Der FC Cuxhaven hat in den bisher 13 absolvierten Partien in dieser Saison gerade einmal zwölf Tore geschossen. Allein Ahlerstedts Stürmer Janosch Lüders hat mehr Treffer auf seinem Konto. Der 25-Jährige traf bereits 14 Mal. Mit insgesamt 37 Toren in 13 Partien gehört Ahlerstedt zu den offensivstärksten Teams der Liga. Der FC stellt mit 47 Gegentoren zudem die schwächste Defensive aller Mannschaften. Eine Mammutaufgabe für das arg gebeutelte Tabellenschlusslicht aus Cuxhaven.

Nach dem überraschenden Trainerrücktritt geht es für Dombrowski und Co. erst einmal darum, Ruhe in die Mannschaft und das Umfeld zu bekommen. Das ist in der aktuellen Situation nicht einfach. Auch, weil die personelle Situation angespannt bleibt. Cuxhavens bester Torschütze Tim Klowat (vier Saisontore) wird verletzungsbedingt fehlen. Und auch Milan Szybora, der Sohn des ehemaligen Trainers Timo Szybora, ist nicht dabei. Er hat nach dem Rücktritt seines Vaters auf eigenen Wunsch das Team verlassen und schon vergangene Woche seine Tasche abgegeben. Das bestätigte Dombrowski auf Nachfrage. Am vergangenen Wochenende stand der 21-Jährige für die zweite Mannschaft in der 1. Kreisklasse auf dem Platz. Dennoch ist Dombrowski zuversichtlich, dass er in Ahlerstedt wieder etwas mehr personelle Alternativen hat als zuletzt in Harsefeld. Mit Lenny Trentasch und Alessandro Fitter sind zwei Akteure wieder ins Training eingestiegen und damit eine Option für das Spiel am Freitagabend. Anstoß auf dem großen neuen Kunstrasenplatz in Ahlerstedt ist um 20 Uhr. Losgelöst vom reinen Ergebnis möchte Dombrowski eine Einheit auf und neben dem Platz sehen. "Wir wollen am Ende mit erhobenem Haupt den Platz verlassen", sagt er.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.