Nach dem 0:7: Kann Landesligist FC Cuxhaven im Kellerduell zurückschlagen?
Nach einem herben Rückschlag gegen Lindwedel-Hope muss der FC Cuxhaven nun im Abstiegsduell gegen Osterholz-Scharmbeck Stärke beweisen. Auf die Mannschaft wartet eine Chance, neuen Auftrieb im Kampf um den Klassenerhalt zu gewinnen.
VSK Osterholz-Scharmbeck - FC Cuxhaven: Die Stimmung beim FC Cuxhaven dürfte schon besser gewesen sein. Nach dem ersten Saisonsieg im Kreisderby gegen den FC Hagen/Uthlede hatte der Landesliga-Aufsteiger auf einen Aufwärtstrend gehofft. Doch auf den 4:2-Erfolg folgte am vergangenen Wochenende ein ernüchterndes 0:7 gegen den SV Lindwedel-Hope. Nun steht für die Mannschaft von Trainer Timo Szybora die nächste wichtige Aufgabe an: Am Sonntag wartet mit dem VSK Osterholz-Scharmbeck ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf.
Die deutliche Niederlage hat Szybora mit seiner Mannschaft aufgearbeitet. "Die Tage danach waren schwer", sagt der Trainer rückblickend. Dabei ging es nicht allein um taktische Fehler, sondern vor allem um die Einstellung auf dem Platz. Körpersprache und Zweikampfverhalten seien Themen gewesen, mit denen sich die Spieler selbstkritisch auseinandersetzen mussten. "Wir müssen die Fehler minimieren. Man kann mal verlieren, aber auf eine andere Art und Weise", sagt Szybora.
Gegen Lindwedel hatte der FC den Gästen zu viele Räume gelassen. Die Zuordnung stimmte nicht, im Spielaufbau fehlten die Lösungen. Nach vorne entwickelten die Cuxhavener kaum Gefahr. Eine solche Leistung kann sich die Mannschaft auch in Osterholz-Scharmbeck nicht erlauben. Dort dürfte es ebenfalls auf die Bereitschaft ankommen, in den Zweikämpfen dagegenzuhalten und die eigenen Fehler möglichst gering zu halten.
Offensive bleibt die größte Baustelle
Der Blick auf die Zahlen zeigt, wie schwierig die bisherige Saison für den Aufsteiger verläuft. Nach zehn Spieltagen steht der FC mit vier Punkten am Tabellenende. Lediglich elf Treffer hat die Mannschaft erzielt - weniger als jedes andere Team der Landesliga. Auch defensiv besteht Handlungsbedarf: 38 Gegentore sind der höchste Wert der Liga. In Osterholz-Scharmbeck wartet nun ein Gegner, der ebenfalls Schwächen gezeigt hat und deshalb durchaus angreifbar sein dürfte.
Der VSK musste sich zuletzt dem TuS Harsefeld mit 1:5 geschlagen geben und kassierte in dieser Saison bereits 27 Gegentreffer. Mit vier Punkten Vorsprung auf den FC steht Osterholz-Scharmbeck zwar besser da, von einer komfortablen Situation kann aber auch keine Rede sein. Für die Cuxhavener bietet sich damit die Gelegenheit, den Rückstand auf einen direkten Konkurrenten zu verkürzen. Ein Erfolg könnte dem Schlusslicht im Kampf um den Klassenerhalt neuen Auftrieb geben.
Der Derbysieg als Mutmacher
Dass der FC in der Landesliga punkten kann, hat die Mannschaft beim Auswärtssieg in Hagen/Uthlede bewiesen. In diesem Spiel trat sie mutig auf, lief den Gegner früh an und nutzte ihre Möglichkeiten konsequenter als in vielen Begegnungen zuvor. Der Erfolg war ein wichtiges Signal, auch wenn die Mannschaft diesen Schwung gegen Lindwedel nicht mitnehmen konnte.
Nun geht es darum, an die Leistung aus dem Derby anzuknüpfen und wieder mehr Stabilität ins eigene Spiel zu bekommen. "Die nächsten Wochen werden nicht einfacher. Aber wir wussten, dass es mit dem jungen Kader schwer werden würde", sagt Szybora. Gerade in den direkten Duellen mit der Konkurrenz bietet sich dem Schlusslicht die Chance, den Rückstand zu verkürzen. Für das Gastspiel in Osterholz-Scharmbeck gibt der Trainer deshalb eine klare Richtung vor: "Wir halten den Kopf oben und fahren nach Osterholz, um zu gewinnen."
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