Nach langer Verzögerung: Endlich eine neue Sportstätte für TSV Altenwalde
Nachdem sich die Fertigstellung aufgrund mehrer unvorhergesehener Zwischenfälle in die Länge zog, ist der Bau der neuen Sprunganlage für die Leichtathletik-Abteilung des TSV Altenwalde endlich abgeschlossen. Sie wurde Freitag eingeweiht.
"Meistens ist eine Eröffnung der Abschluss einer Maßnahme und der Beginn eines neuen Events, eines neuen Zeitabschnittes." Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende des TSV Altenwalde, Klaus Görlitz, die Gäste zur offiziellen Eröffnung der neuen Sprunganlage auf dem Sportplatz in Altenwalde - eineinhalb Jahre später als ursprünglich vorgesehen.
Die eigentliche Eröffnung überließ der Vorsitzende allerdings seinem Vorgänger Werner Demuth, der das Projekt in seiner Amtszeit in die Wege geleitet hatte. "Heute ist mal wieder ein schöner Tag für den TSV Altenwalde", so Demuth. "Wie so oft in den letzten Jahren mussten wir uns bei unseren Baumaßnahmen in Geduld üben."
Die Sprunganlage sollte bereits bis Silvester 2021 fertiggestellt sein. Die Eröffnung sei ursprünglich zu Saisonbeginn 2022 vorgesehen gewesen. Ausschlaggebend für den Aufschub waren mehrere Büsche und Bäume, die vegetationsbedingt nicht gefällt werden durften. Die Förderung zum Bau der Anlage erhielt der Verein im März 2021 - nur durften ab Ende des Monats keine Bäume mehr gefällt werden. Somit verschob sich der Bau-Start auf Oktober. Zusätzlich setzten die Schwierigkeiten in den Lieferketten ein. "Das alles hat uns sehr zurückgeworfen", erzählte der Ex-Vorsitzende. Der Hauptteil der Anlage wurde schließlich im November 2022 fertiggestellt.
Alle Förderungen erhalten
Alles in allem habe die gesamte Maßnahme rund 90.000 Euro gekostet. 68.300 Euro seien zunächst beantragt gewesen. Von der Stadt Cuxhaven, dem Landkreis, dem Kreissportbund (KSB) und dem Landessportbund Niedersachsen habe der Verein die vollen Förderungen erhalten. Die Restkosten aufgrund unvorhergesehener Preissteigerungen oder anderer Zwischenfälle seien in Eigenleistung oder durch Mithilfe weiterer Ämter und Freiwilliger beigesteuert worden.
Zum Bau regelrecht gezwungen
Die alte Sportanlage sei nicht mehr wettkampffähig gewesen, erläuterte Demuth. Dabei sei der TSV Altenwalde der einzige Verein in Cuxhaven, der noch immer Leichtathletik-Wettkämpfe betreibt. Und auch in der Prioritäten-Liste lag der Sportplatz auf den hinteren Plätzen. "Deshalb waren wir gezwungen, hier etwas zu unternehmen", so Demuth. Schon für den Bau des Sanitärgebäudes neben der Sprunganlage musste der Verein vor zehn Jahren in Eigenleistung gehen. Dabei sei man zum Bau regelrecht gezwungen worden, da der TSV in den Vorjahren gebeutelt worden sei, erklärte Demuth. "Man hat uns Umkleidemöglichkeiten, Aufenthaltsräume und Duschmöglichkeiten weggenommen." Seitens des Ortsrates erfahre der Verein jedoch Unterstützung. Wünschenswert sei laut Demuth eine bessere Hilfe von Seiten der Stadt Cuxhaven.
Enttäuscht ist der Ex-Vorsitzende zudem von der Politik, die kürzlich eine 75-prozentige Bezuschussung für eine neue Sporthalle ablehnte. Sie sollte den Bedarf decken, wenn die Grimmershörn- und die Hermann-Allmers-Halle wegfallen. "Wir alle wissen, wir haben ohne Ende Hallenbedarf", so Demuth. "Die Politik schädigt uns als Sportler erheblich."
Eine gelungene Anlage für den TSV Altenwalde
Altenwaldes Ortsbürgermeister Ingo Grahmann rät dem Verein, mit der Politik in den Dialog zu gehen, um die Beweggründe für jene Entscheidungen zu erschließen. Dem Ortsrat Altenwalde, so Grahmann, sei der Verein lieb und teuer: "Ich lege mein Bekenntnis gerne ab, dass wir immer bereit sind, unsere Mittel einzusetzen und dazu beizutragen, dass die Gesundheit in Altenwalde erhalten bleibt."
Der Vorsitzende des Kreissportbundes, Rüdiger Sauer, gratulierte dem Verein zur neuen Sportstätte: "Insgesamt kann man sagen, dass die Sportstättenförderung ganz wichtig ist und da kann ich nur an die Politik appellieren: Macht da bitte keine Kürzungen. Wir brauchen die Förderungen. Nicht nur in Sportstätten, sondern in alle Bereiche. Die Zeit nach Corona hat ja gezeigt, wie wichtig der Sport ist."
Mirco Finck von der Abteilung Bildung und Sport der Stadt Cuxhaven erinnerte sich, wie er mit Werner Demuth über die damals noch brach liegende, von Bäumen umringte Asphaltfläche lief: "Mir fehlte die Vorstellungskraft, wie man das alles hinkriegen soll. Doch es ist eine wundervolle Anlage geworden." Besonders lobte er den Mut des Vereins, ein derartiges Projekt anzuschieben, das mit viel Geld und Eigeninitiative verbunden ist.
"Mich freut besonders, dass man sich nicht nur auf die großen Sportarten gestürzt hat, sondern, dass man auch mal in Richtung Leichtathletik gegangen ist. Dass man sich darüber Gedanken gemacht hat, wie man auch diese Abteilung stärken kann. Das ist mit dieser Anlage definitiv gelungen."

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