Otterndorfer starten ins EM-Abenteuer
Für drei Nachwuchsruderer des TSV Otterndorf beginnt am Wochenende das bislang größte Rennen ihrer Karriere. Bei der U19-EM in Brandenburg starten sie für Deutschland - begleitet von Trainer Martin Ramm.
Die Anspannung steigt. In wenigen Stunden werden gleich drei Otterndorfer Ruderer für Deutschland bei der U19-Europameisterschaft in die Boote steigen. Zudem wird mit Martin Ramm ein Otterndorfer als Bootstrainer fungieren. Für den TSV Otterndorf ein bisher einmaliges Erlebnis. "Das gab es noch nie", sagte Martin Ramm schon nach der Nominierung vor ein paar Tagen. Am Donnerstagmorgen ist er mit den drei Ruderern Hannes Herting, Christopher tom Wörden und Thore Eibich nach Brandenburg gefahren. Dort finden in diesem Jahr die Rennen der Heim-EM statt. Nach der Ankunft am Donnerstagnachmittag stehen für die vier Otterndorfer Aufbau, Training und die offizielle Einkleidung auf dem Ablaufplan. Am Freitag folgt ein ganzer Trainingstag, ehe am Sonnabend die Vorläufe der einzelnen Bootskategorien starten. Am Sonntag geht es dann um die Medaillen in den Endläufen. Zuvor erhalten die Boote noch den letzten Feinschliff. So wird der nagelneue Doppelvierer, in dem Christopher tom Wörden und Hannes Herting sitzen werden, noch standesgemäß beklebt, so Ramm. Er wurde vom Deutschen Ruderverband zum Bootstrainer für genau diesen Doppelvierer ernannt.
Damit werden die vier auch die eigene Regatta auf dem Hadelner Kanal verpassen, die an diesem Wochenende stattfinden wird. Mit dem Ausblick, bei einer Europameisterschaft für Deutschland starten zu dürfen, ist dieser Verzicht aber verschmerzbar. Während tom Wörden und Herting im Doppelvierer mit zwei weiteren Ruderern aus Magdeburg und München sitzen werden, startet Thore Eibich im Junioren-Achter mit Ruderern aus Frankfurt, Potsdam und Hannover. Allein beim Blick auf die Starterlisten fällt auf, dass der TSV Otterndorf auf der nationalen Bühne angekommen ist - und in der Ruderszene weiter an Bekanntheit gewinnt. Diese Entwicklung könnte mit dem Gewinn einer Medaille noch weitergehen. "Eine Medaille wäre natürlich ein Traum", sagt Ramm zu den Chancen des Doppelvierers. Ziel sei aber erst einmal das Erreichen des A-Finals am Sonntag. Gegen 12 Uhr gehen die besten Boote Europas auf Medaillenjagd. Er schätzt die Mannschaften aus Tschechien und Polen sehr stark ein. "Aber auch Deutschland gehört zu den Medaillenkandidaten - wenn alles gut läuft. Mal schauen, ob wir die anderen Boote knacken können", sagt der Otterndorfer Trainer weiter. Neben den drei Ruderern und ihrem Trainer werden auch die Familien der Otterndorfer in Brandenburg vor Ort sein und die Jungs von der Tribüne aus unterstützen. "Wenn wir nicht unsere eigene Regatta gehabt hätten, wären bestimmt auch noch einige Vereinsmitglieder dabei gewesen", sagt Ramm.
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