TSV Altenwalde bleibt zu Hause eine Macht: So deutlich fällt der Sieg gegen Jever aus
Im Heimspiel gegen Jever/Schortens triumphiert der TSV Altenwalde mit einem beeindruckenden Ergebnis. Doch der Weg zum Sieg war kein leichter. Eine spezielle Herausforderung stellte das Team auf eine harte Probe.
Es war kein Handballspiel für Freunde vieler Tore in der Anfangsphase. In der Franzenburger Halle lieferten sich der TSV Altenwalde und die HG Jever/Schortens zunächst einen zähen Abwehrkampf. Beide Mannschaften machten es dem Gegner schwer, zu klaren Abschlüssen zu kommen. Am Ende hatte der TSV jedoch deutlich mehr Lösungen parat und setzte sich souverän mit 28:19 (13:6) durch. Damit bleibt die Heimbilanz der Altenwalder in der Landesliga makellos.
Wie schwer es zunächst war, die gegnerische Abwehr zu überwinden, zeigte schon der Spielbeginn. In den ersten zehn Minuten fielen gerade einmal vier Tore - allesamt vom Siebenmeterstrich. Erst nach gut zehn Minuten gelang Altenwaldes Mirco Neu der erste Treffer aus dem laufenden Spiel heraus. Bei den Gästen dauerte es sogar bis zur 14. Minute, ehe Joris Palum erstmals regulär traf. "Es war das erwartet schwere und körperliche Spiel", sagte TSV-Trainer Claas Herzberg nach dem Abpfiff.
Dass sich die Altenwalder davon nicht aus dem Konzept bringen ließen, war ein wesentlicher Faktor. Beide Mannschaften standen zunächst defensiv sehr kompakt, doch der TSV fand zunehmend bessere Lösungen. Mirco Neu traf immer wieder, auch Tim Ruppelt und Tammo Rosenberg übernahmen Verantwortung. Als Jever/Schortens beim Stand von 7:3 zwischenzeitlich auf 8:6 herankam, reagierte Herzberg mit einer Auszeit. Die zeigte Wirkung: Altenwalde legte wieder zu und ging mit einer komfortablen 13:6-Führung in die Kabine.
Vor allem die Abwehr machte an diesem Nachmittag den Unterschied. Die Altenwalder standen kompakt, arbeiteten konsequent gegen den Ball und zwangen die Gäste immer wieder zu schwierigen Abschlüssen. Auch nach dem Seitenwechsel ließen sie Jever/Schortens nicht entscheidend herankommen. Zwar verkürzten die Gäste zwischenzeitlich, doch der TSV hatte stets eine Antwort parat. Spätestens als die Gastgeber in der Schlussphase den Vorsprung weiter ausbauten, war die Partie entschieden.
Ganz zufrieden war Herzberg trotz des deutlichen Erfolgs nicht mit allem, was seine Mannschaft im Angriff zeigte. "Wir haben wenig Gegentore bekommen, waren manchmal aber selbst zu nervös und haben Tore nicht reingemacht", lautete seine Analyse. Gerade in der Anfangsphase hätte Altenwalde aus der eigenen Abwehrstärke noch mehr Kapital schlagen können. Dennoch geriet der Heimsieg zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr.
Dass der TSV den Ausfall von Jonas Bergerhoff verkraften konnte, war ebenfalls ein wichtiges Signal. Der Rückraumspieler hatte sich am vergangenen Wochenende die Achillessehne gerissen und wird lange fehlen. Die Lücke, die der erfahrene Linkshänder hinterlässt, lässt sich nicht ohne Weiteres schließen. Umso wichtiger war es für Herzberg, dass sich die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilte. Einen einzelnen Spieler wollte der Trainer nach dem Abpfiff auch nicht hervorheben: "Das war eine gute Mannschaftsleistung."
Mit dem fünften Sieg im siebten Saisonspiel unterstrichen die Altenwalder ihre derzeitige Stärke. Vor allem zu Hause bleibt der TSV eine Macht: Auch das vierte Heimspiel der Saison ging an die Mannschaft von Claas Herzberg.
TSV Altenwalde: Alex Peter Rudolph und Raphael Schriefer (im Tor), Tammo Rosenberg (8), Tim Ruppelt (6), Mirco Neu (5), Timm Redlin (2), Jan Burgdorf (2), David König (2), Volker Ahl (1), Sebastian Schneider (1), Tjure Tiedemann (1), Kilian Uppendahl, Ben Fatnassi, Malte Tim Giesche.
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