WM-Start für Christopher tom Wörden: Otterndorfer hofft auf Edelmetall in Bulgarien
Christopher tom Wörden und sein Team starten bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Doppelvierer. Nach dem Europameistertitel gelten sie als Favoriten. Die Konkurrenz ist stark, doch der Kampf um die WM-Medaillen ist eröffnet.
Für Christopher tom Wörden beginnt mit den Junioren-Weltmeisterschaften vom 6. bis 9. August in Plowdiw (Bulgarien) der Saisonhöhepunkt. Der Nachwuchsruderer des TSV Otterndorf geht gemeinsam mit Philipp Prüfer, Jakob Gelsen und Anori Laurin Benz im Doppelvierer für Deutschland an den Start. Nach dem Gewinn der U19-Europameisterschaft zählen die Deutschen auch bei den WM-Titelkämpfen zum Favoritenkreis.
Wochenlang im Trainingslager vorbereitet
Bis Sonntag kämpfen in Plowdiw 660 Athletinnen und Athleten aus 55 Nationen in 14 Bootsklassen um die Weltmeistertitel. Christopher tom Wörden hat sich seinen Platz im deutschen WM-Aufgebot mit einer herausragenden Saison verdient. Nach dem deutschen Meistertitel im Doppelvierer und der Goldmedaille bei den U19-Europameisterschaften wurde der Otterndorfer für die Titelkämpfe in Bulgarien nominiert. In den vergangenen Wochen bereitete sich die Mannschaft im zentralen Trainingslager des Deutschen Ruderverbandes intensiv auf den Saisonhöhepunkt vor. Mit nach Bulgarien gereist ist auch Martin Ramm. Der Trainer des TSV Otterndorf wurde als Bootstrainer des deutschen Doppelvierers in das Trainerteam des Deutschen Ruderverbandes berufen und betreut die Crew während der Weltmeisterschaften.
"Als Europameister gehören wir zum Favoritenkreis"
Zwar reist Deutschland als amtierender Europameister nach Plowdiw, doch seit dem Titelgewinn in Brandenburg wurde die Mannschaft auf zwei Positionen verändert. Dadurch sind die Kräfteverhältnisse im internationalen Feld nur schwer einzuschätzen. "Als Europameister gehören wir zum Favoritenkreis", sagt Martin Ramm. "Ich schätze aber auch Polen und Dänemark als Zweit- und Drittplatzierte der Europameisterschaft als stark ein. Mit Großbritannien, den USA und Kroatien sind das die sechs Nationen, die für mich eine Rolle im Kampf um die Medaillen spielen könnten." Auch Rumänien sei nicht zu unterschätzen. "Es sind einige Boote, die vorne mitfahren könnten. Ich hoffe natürlich, dass unser Boot eine Medaille holt." Und wie ist die Stimmung? "Die Jungs sind gut drauf. Natürlich merkt man ihnen ein bisschen Aufregung an, aber das gehört dazu. Ich bin bisher noch gelassen", sagt Ramm.
Kühlwesten und Eis, um Körpertemperatur niedrig zu halten
Eine zusätzliche Herausforderung wartet neben der Konkurrenz auf die Athleten: In Plowdiw werden während der Wettkämpfe Temperaturen zwischen 34 und 37 Grad erwartet. Das deutsche Team hat sich darauf gezielt vorbereitet. Kühlwesten und Eis sollen helfen, die Körpertemperatur vor den Rennen möglichst niedrig zu halten. Insgesamt ist der TSV-Trainer mit den Bedingungen vor Ort sehr zufrieden: "Wir haben ein gutes Trainerteam, ein tolles Miteinander und alles ist hervorragend organisiert." Auch bei der Ernährung gibt es klare Vorgaben. "Etwa zwei bis zweieinhalb Stunden vor dem Rennen wird nichts mehr gegessen - vielleicht mal eine Banane. Außerdem dürfen keine Experimente mit Essen oder Getränken gemacht werden", verrät Ramm.
Seit Sonntagabend ist die rund 70-köpfige deutsche Delegation in Bulgarien. Neben den ersten Trainingseinheiten blieb sogar noch Zeit für einen kurzen Spaziergang durch die Altstadt von Plowdiw.
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