Große Kolonnenfahrt zum Einzug - Feuerwehrhaus Duhnen-Stickenbüttel eröffnet
Mit Blaulicht, Martinshorn und viel Emotionen haben die Feuerwehren aus Duhnen und Stickenbüttel ihr neues Feuerwehrhaus bezogen. Der Umzug markiert nicht nur das Ende zweier traditionsreicher Standorte, sondern auch den Beginn eines neuen Kapitels.
Mit Blaulicht, Martinshorn und großer Vorfreude wurde das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Duhnen/Stickenbüttel an der Duhner Allee am Freitag vor Pfingsten von den Wehren der Ortsteile Duhnen und Stickenbüttel in Beschlag genommen. Für Feuerwehrleute markierte der Umzug den Beginn eines neuen Abschnitts in der Geschichte der beiden Wehren.
Bereits am frühen Abend herrschte an den bisherigen Standorten in Duhnen und Stickenbüttel reges Treiben. Einsatzjacken wurden zusammengesucht, letzte Vorbereitungen getroffen und Erinnerungen an die alten Gerätehäuser ausgetauscht. Auch in Stickenbüttel lag Wehmut in der Luft. "Da hängen viele Erinnerungen dran", sagte Feuerwehrfrau Anna. Sie war 2010 das erste weibliche Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Stickenbüttel. Inzwischen engagiert sie sich weiterhin dort und ist zusätzlich fest bei der Feuerwehr in Bremerhaven im Einsatz.

Zusammenlegung sichert Eigenständigkeit der Ortswehren
Die Kameradinnen und Kameraden verließen ihre bisherigen Standorte zwar mit etwas Wehmut, zugleich überwog aber die Überzeugung, dass die Zusammenlegung der richtige Schritt sei. Aus den Reihen der Feuerwehr war zu hören, dass Duhnen sonst der Feuerwehr Döse zugeordnet worden wäre und damit seinen Namen verloren hätte. Ähnlich wäre es den Stickenbüttelern ergangen, wenn sie sich Sahlenburg hätten anschließen müssen.
In Duhnen wurden die dortigen Kameradinnen und Kameraden eingesammelt. Im Konvoi ging es entlang der Strandstraße, vorbei am Dorfbrunnen in Richtung Brockeswalde und schließlich zum neuen Standort an der Duhner Allee.

Kolonnenfahrt durch Duhnen begeistert zahlreiche Zuschauer
Vor allem in Duhnen verfolgten zahlreiche Schaulustige die gemeinsame Kolonnenfahrt. Immer wieder blieben Passanten stehen, zückten ihre Handys oder winkten den Einsatzkräften zu. Kinder liefen begeistert an den Gehwegkanten entlang, während die Feuerwehrfahrzeuge, darunter auch ein Wattrettungswagen, durch die Straßen rollte.
"Das ist schon ein besonderer Moment für uns alle", war aus den Reihen der Feuerwehr zu hören. Viele Kameradinnen und Kameraden hätten über Jahre auf moderne Bedingungen gehofft. Gleichzeitig sei es nicht leichtgefallen, die alten Standorte zu verlassen, mit denen zahlreiche persönliche Erinnerungen verbunden seien.

Modernes Feuerwehrhaus bietet Platz und neue Technik
Am neuen Feuerwehrhaus angekommen, bot sich ein beeindruckendes Bild. Das moderne Gebäude mit seinen klaren Linien und den großen Fahrzeughallen hebt sich deutlich von den bisherigen Unterkünften ab. Vor dem Gebäude versammelten sich Feuerwehrleute, Familienangehörige und Gäste, während nach und nach die persönliche Schutzausrüstung in die neuen Spinde gehängt wurde. Mit dem Einzug in das neue Feuerwehrhaus übernimmt auch die Führung der Ortsfeuerwehr weiterhin Verantwortung für den Standort und die Einsatzbereitschaft. Ortsbrandmeister ist Oberbrandmeister Dirk von Kroge. Unterstützt wird er von den stellvertretenden Ortsbrandmeistern Oberlöschmeisterin Karen Brütt und Brandmeister Martin Schnäckel.

Neues Feuerwehrhaus wird gemeinsamer Mittelpunkt
Der Neubau bietet Platz für vier Einsatzfahrzeuge sowie moderne Schulungs-, Umkleide- und Arbeitsräume. Auch technisch ist das Gebäude auf dem neuesten Stand: Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und eine vollständig fossilfreie Energieversorgung gehören ebenso zum Konzept wie ein Waschplatz für Fahrzeuge nach Einsätzen im Wattbereich.
Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein am Grill wurde deutlich, welche Bedeutung die Feuerwehr für die beiden Ortsteile besitzt. Zwischen Gesprächen über vergangene Einsätze und Erinnerungen an frühere Zeiten entstand genau das, was das neue Feuerwehrhaus künftig sein soll: ein gemeinsamer Mittelpunkt für Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und gelebte Dorfgemeinschaft in Duhnen und Stickenbüttel.
Von Heidi Giesecke und Joachim Tonn

Google News
Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Hier CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinzufügen.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.