Ehrgeizige Spiele, EM und Partyspaß: Der 32. Beachvolleyball-Cup in Cuxhaven
Wer kriegt die beste Platzierung, wer gewinnt einen Türkei-Urlaub oder wer darf das nächste Bier ausgeben? Über 800 Sportler reisten für den 32. Mahrenholz Beachvolleyball-Cup an den Duhner Strand. Drei Tage Sport, Stimmung, Strand.
Die Zelte stehen am Deich und in der Nacht zu Sonntag dröhnen Partyhits über die Duhner Promenade. Doch tagsüber spielen die zahlreichen Sportlerinnen und Sportler um die beste Platzierung, einen Urlaub in der Türkei oder einfach nur darum, wer das nächste Bier ausgeben darf. Am vergangenen Wochenende fand zum 32. Mal der "Mahrenholz-Beachvolleyball-Cup" des Beachsportclubs Cuxhaven (BCC) statt.

Über 800 Teilnehmer und Helfer reisten zu diesem Event zum Teil aus ganz Deutschland in das Nordseeheilbad Cuxhaven und spielten an drei Tagen auf insgesamt 25 Feldern Volleyball im Sand. Rund 70 ehrenamtliche Helfer des BCC unterstützten die Veranstaltung in der "Sparkassen-BeachArena", die sich im Laufe der Jahre zu einem der beliebtesten Veranstaltungsorte für Sportturniere entwickelt hat. Ob Volleyball, Fußball oder Handball - in der Arena werden während der Sommersaison die unterschiedlichsten Sportarten ausgetragen. Dabei war Volleyball sogar der Vorreiter für Beach-Turniere.
"Beachvolleyball an sich gab es ja schon ein bisschen, aber wir wollten einfach etwas Neues für Hobbymannschaften schaffen", erinnert sich Organisator Rüdiger Sauer. So fand der erste Mahrenholz Beachvolleyball-Cup 1991 noch mit 32 Mannschaften aus der Region statt.
Für die zweite Auflage sollten "ein paar" Mannschaften mehr zugelassen werden. "Daraufhin haben wir damals eine Anzeige in der deutschen Volleyball-Zeitung geschaltet", so Sauer. Aus "ein paar" mehr wurden schließlich 128 Mannschaften.
Dass damals noch alles von Hand verwaltet wurde war ein Aspekt, der die Organisation tatsächlich vor Herausforderungen stellte: Denn Rüdiger Sauer und seine Frau erwarteten ein Kind. Der Geburtstermin wurde auf das Veranstaltungswochenende gelegt. "Und der einzige, der den Spielplan im Kopf hatte, war ich", erinnert sich Rüdiger Sauer schmunzelnd. Doch am Ende klappte alles reibungslos und auch das letzte Spiel konnte ohne "Zwischenfall" über die Bühne gehen.
Die Entwicklung des Beachvolleyballs in Cuxhaven und darüber hinaus
"Beachvolleyball hat sich in der Bundesrepublik insgesamt wahnsinnig entwickelt", weiß der Cup-Organisator. Die Veranstaltung habe zwar etwas an Zulauf verloren, aber das sei an sich erst einmal nichts Negatives. "Das liegt einfach daran, dass es mittlerweile viele Beachvolleyball-Turniere in Deutschland gibt. Da kommen die Teams aus Baden-Württemberg und Bayern natürlich nicht mehr unbedingt hierher."
Bauchfrei spielen, feiern, Freunde finden
Luc Niewerth und Niklas Unger kommen aus Wolfsburg und waren in diesem Jahr nicht zum ersten Mal in Cuxhaven. Eigentlich sind sie Hallenvolleyballer, aber den Mahrenholz-Beachvolleyball-Cup lassen sie sich nicht entgehen. Schließlich sei die Veranstaltung fast wie Urlaub und bei den Spielen könne man sich "schmerzfrei hinschmeißen", sagt Niklas Unger. Sein Teamkollege Luc Niewerth ergänzt: "Es macht immer Spaß, hier neue Leute kennen zu lernen.
Er und seine Teamkollegen beschlossen gemeinsam, das Turnier luftig und bauchfrei im Crop-Top zu verbringen. Zur eigenen Überraschung hatte das sogar einen kleinen taktischen Effekt. "Das hat den Spielen etwas die Ernsthaftigkeit genommen und man war weniger angespannt", erklärt Niewerth.

Die eigene Leistung stand für die Wolfsburger in diesem Jahr ohnehin nur an zweiter Stelle. Vor allem das Netzwerken und das eine oder andere Kaltgetränk seien ein wichtiger Bestandteil des Besuchs beim Cup. "Es macht immer wieder Spaß, hier neue Leute kennenzulernen. Die Gemeinschaft ist einfach geil. Gerade, wenn man abends noch auf die Party geht." Im Partyzelt an der Arena organisierte Eventgastronom Hakan Bingöl am Sonnabend noch ein großes Public Viewing des EM-Spiels Deutschland gegen Dänemark, bevor die Musik an ging und bis tief in die Nacht gefeiert wurde.

Erster Platz geht an ein Team aus Cuxhaven
Für ein Finale auf dem Centercourt am Sonntag hat es für die Wolfsburger in diesem Jahr nicht gereicht. Dafür schafften es gleich zwei Teams aus Cuxhaven in der Kategorie "Beach-Fun A" auf das Siegertreppchen: Den dritten Platz belegten die "Flying Sandas". Als Erstplatzierte sicherte sich "Ronnys Gang" eine Reise in die Türkei.

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