Uwe Hasenkampf: Ein Leben für den Handball in Cuxhaven und Otterndorf - ein Nachruf
Der Cuxhavener Uwe Hasenkampf prägte den Handball in Altenwalde und Otterndorf mit Leidenschaft und Hingabe. Sein Wirken als Trainer und Mentor hinterlässt tiefe Spuren und wird unvergessen bleiben. Nun hat er die Handball-Hallen für immer verlassen.
Sein Leben drehte sich um die Familie und den Handballsport. Am 4. Dezember verstarb der ehemalige Trainer des TSV Altenwalde und des TSV Otterndorf Uwe Hasenkampf im Alter von 80 Jahren.
Uwe Hasenkampf erblickte am 19. September 1944 in Cuxhaven das Licht der Welt. Nach der Schulausbildung wurde er Postbeamter. Er lernte seine Brigitte kennen, heiratete 1965. Tochter Iris teilte die Handball-Leidenschaft, ebenso wie seine beiden Enkelsöhne Bennett und Fabio.
Zum Handballsport kam er in jungen Jahren, begann aber als Feldhandballer. Später wechselte er in die Halle.
Tiefe Spuren in Altenwalde und Otterndorf hinterlassen
Beim TSV Altenwalde und beim TSV Otterndorf hinterließ er tiefe Spuren. "Durch seine Ansprüche an sich selbst und an seine Mitstreiter gab es auch schon mal Diskussionen über den richtigen Weg. Da war Uwe dann aber immer auch konsequent. Es war stets eine intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit", so Ralf Neuendorf vom TSV Altenwalde.
Beim TSV Altenwalde war er als Spieler der ersten Mannschaft aktiv, wechselte zwischenzeitlich mit einigen Kameraden zur damaligen Handball-Abteilung des Duhner SC, um dann im Trainerbereich des TSV Altenwalde tiefe Spuren zu hinterlassen. Er war Coach im Jugendbereich, trainierte die Herrenmannschaften, natürlich auch das erste Herrenteam. 1984/85 eine besondere Ehrung: Mit den Altenwalder Oberliga-Herren gab es beim Sport- und Pressefest die Auszeichnung "Mannschaft des Jahres".
Wechsel zum TSV Otterndorf - der Verein seiner Enkel
Dann wechselte er zum TSV Otterndorf, wo seine geliebten Enkel Bennett und Fabio aktiv waren. Auch dort engagierte er sich mit voller Kraft, trainierte, organisierte, feierte Meisterschaften und Aufstiege. Handball war eben, neben der Familie, sein Lebensinhalt. Und seine Ziele verfolgte er stets mit einem unglaublichen Engagement. "Uwe war mein erster Trainer. Er hat beim TSV Otterndorf von 1985 bis 1987 gewirkt. Er war ein Unikat, hatte seine Eigenarten. Aber er hat mich durch seine Einsatzbereitschaft geprägt. Er war immer bestens vorbereitet, war Handball-Trainer mit Leib und Seele und hat mir auf meinem sportlichen Weg unheimlich viel mitgegeben", verrät Andreas Westphal vom TSV Otterndorf.
Seinen Urlaub verbrachte Uwe Hasenkampf mit der Familie am liebsten auf "seiner" Insel Mallorca. Und dort bei Esteban, dem Inhaber des Hotels "Boccaccio". Eine familiäre Freundschaft entwickelte sich und führte dazu, dass Uwe Hasenkampf dort "Handball-Minis" zum speziellen Preis anmeldete, tatsächlich aber mit dem Herrenteam anreiste. Tochter Iris erinnert sich schmunzelnd. "Das haben die beiden bei drei Cola-Bacardi dann aber auch schnell passend gemacht!" Uwe Hasenkampf war aber auch Teammanager der 1. Herren, als Jörg Muszynski Trainer war, und feierte weitere Erfolge.
So tickte Uwe Hasenkampf persönlich
Da war aber eben auch noch der humorvolle Mensch Uwe Hasenkampf. Ich persönlich erinnere mich sehr gerne an gemeinsame Besuche bei den Fado-Abenden von Orlando da Cunha und seiner Fatima im damaligen Restaurant "Costa Nova". Er genoss die Speisen, die Musik und trug mit seinem für ihn eigenen Humor stets an unseren Tischen dazu bei, dass der Abend unterhaltsam war.
Nun hat Uwe Hasenkampf die Handball-Hallen für immer verlassen. Es wird viele Menschen geben, die diesem Sport gefrönt haben und sein großes Engagement nie vergessen werden.