"Frackträger" aus Cuxhavener Museum fanden ein neues Zuhause
Ein wenig sentimental wurden Birgit Berends und Stefan Kirchhoff dann doch, als ihre Exponate Stück für Stück über den Tresen gingen. Das Ehepaar macht schrittweise Tabula rasa und hatte am Sonnabend zu einem Verkaufstag geladen.
Das Geschäft sei bislang nicht schlecht gelaufen, zogen Berends und Kirchhoff um kurz nach elf Uhr vormittags Bilanz: Der ein oder andere Pinguin hatte bereits ein neues Zuhause, viele Pinguin-Devotionalien einen anderen Liebhaber gefunden. Pinguin-Enthusiasten, die den Sonder-Verkaufstag nutzten, um "Frackträger"-Tassen, Wandbilder oder Figürchen zu erstehen, hätten sogar noch größer einkaufen wollen, erfuhren vor Ort aber, dass es auch eine ganze Menge unverkäuflicher Stücke gibt, von denen sich die Museumsgründer nicht trennen werden.
Ein Leben ohne Pinguine ist nicht vorgesehen
"Das ist für Besucher nicht ganz einfach zu unterscheiden, weil wir ja quasi aus der Ausstellung heraus verkaufen", gestand Kirchhoff, der einen vollständigen Satz von Porzellan-Pinguinen der Firma Goebel nicht hergeben, wohl aber die in der Sammlung ebenfalls vorhandenen "Doppelgänger" anbieten wird. Pinguine wird es in seinem Leben also auch in Zukunft mehr als genug geben: Allein wegen der zahlreichen Pinguin-Textilien, T-Shirts und Sweatshirt, die (im Gegensatz zu einer Pinguin-Kinderschürze) nicht unter den Hammer gekommen sind.
Im von einem Verein betriebenen Museum wird es im Laufe des Jahres weitere Verkaufstage geben, bevor das Ladenlokal in der Schillerstraße zum 9. November endgültig geräumt wird. Der letzte Öffnungstag wird nach heutigem Stand der 2. November sein.