Erster Spatenstich für die neue "Arado"-Halle beim Aeronauticum in Nordholz: Bernhard Jährling, Hans-Jürgen Poit, Uwe H. Giesecke, Jan Spinck und Dirk Wurzer (v.l.) freuen über sich den Beginn der Bauarbeiten. Foto: Potschka
Erster Spatenstich für die neue "Arado"-Halle beim Aeronauticum in Nordholz: Bernhard Jährling, Hans-Jürgen Poit, Uwe H. Giesecke, Jan Spinck und Dirk Wurzer (v.l.) freuen über sich den Beginn der Bauarbeiten. Foto: Potschka
Baubeginn

Aeronauticum Nordholz: Erster Spatenstich für die neue "Arado"-Halle ist vollzogen 

von Jens Potschka | 18.10.2022

Nordholz. Wenn das keine guten Vorzeichen sind: Bei Sonnenschein und 20 Grad wurde mit dem Bau an der neuen "Arado"-Halle fürs Aeronauticum begonnen.

Von einem weiteren Meilenstein für das Museum Aeronauticum sprach der Fördervereinsvorsitzende Bernhard Jährling am Montagmorgen in Nordholz, als er gemeinsam mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Dirk Wurzer, dem  Vorsitzenden des Fördervereins Arado 196 e.V. Uwe H. Giesecke, dem technischen Museumsleiter Jan Spinck und dem Unternehmer Hans-Jürgen Poit den Baubeginn für eine weitere Museumshalle mit dem obligatorischen 1. Spatenstich vollzog.

Die neue Halle wird in Stahlbauweise realisiert und soll über eine Gesamtfläche von 615 Quadratmetern verfügen. Die Traufhöhe wird von der ausführenden Firma "Stahabau Hallensysteme" aus Lahmstedt mit  6,23 Meter angegeben. "Wir werden das komplette Dach mit einer modernen Photovoltaik-Anlage ausrüsten", sagt der technische Museumsleiter Jan Spinck. Die Halle soll bereits Ende des Jahres errichtet sein. Im Frühjahr 2023 soll sie dann für den Umzug des historischen Bordflugzeuges "Ar 196 A-5" bereit stehen. Die Kosten für den Hallenneubau belaufen sich mittlerweile auf rund 370.000 Euro, nachdem die Preise für Baumaterialien in den vergangenen Monaten immens angestiegen sind. Die N-Bank fördert das ansonsten selbst finanzierte Großprojekt mit 180.000 Euro.

Arado 2012 aus den USA überführt 

Urheber des Projektes ist übrigens der kaufmännische Leiter des Museums Hans-Peter Weber. "Er war der Initiator und hat dafür gesorgt, dass die Arado kurz vor Weihnachten 2012 überhaupt nach Deutschland gekommen ist", erinnert sich Dirk  Wurzer.  Weber war seinerzeit Kasernenkommandant in Nordholz und verfügte über beste Kontakte in die USA. Die beiden Männer hatten die historische Maschine aus Pensacola in Florida persönlich abgeholt und in zwei Containern nach Deutschland überführt.  "Ich erinnere mich noch gut daran, das wir anfangs noch gar keine Halle hatten", ergänzt Dirk Wurzer. Hans-Peter Weber fand dann eine Lösung auf dem Grundstück  der Marine, wo für die Arado eine Halle gebaut wurde. Dort befinden sich auch heute die Teile, die von fünf bis acht Ehrenamtlichen mit guten handwerklichen Kenntnissen so nach und nach wieder zusammengebaut werden.

Alte Halle nicht geeignet

"Wir haben im Laufe der Zeit ganz schnell festgestellt, das diese alte Halle für Restaurierungsarbeiten nicht geeignet ist. Im Sommer ist es wärmer als die Außentemperatur und im Winter ist es mindestens so kalt wie draußen. Das ist natürlich auf Dauer kein Zustand", erklärt Uwe H. Giesecke. Der Vorsitzende hat noch eine weitere gute Botschaft im Gepäck: "Ich habe gerade die Nachricht bekommen, dass wir unseren Vertrag um fünf Jahre verlängern konnten. Das bedeutet im Klartext, das die Arado nicht bis 2027, sondern jetzt bis 2032 in Nordholz beheimatet sein wird." Die Verantwortlichen hegen natürlich die Hoffnung, dass der Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Deutschen Marine nach 2032 in eine Dauerleihgabe umgewandelt werden kann. Uwe H. Giesecke freut sich zudem, wenn sich noch weitere Ehrenamtliche finden, die Interesse haben, dass historische Aufklärungsflugzeug wieder zusammenzubauen. Hobbyrestauratoren können unter E-Mail: info@arado169.de oder Telefon: (0 47 21) 6 66 93 99 Kontakt aufnehmen.

Der Rumpf der Arado wurde übrigens in den vergangenen Wochen von Stefan Köhler von der Sportfluggruppe Nordholz/Cuxhaven e.V. aufwendig mit Stoff bespannt.  Damit ist ein weiterer wichtiger Teil des Bordflugzeuges, das einst auf dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen stationiert war, restauriert. Im kommenden Jahr soll die Arado dann in die neue Halle umziehen. Museumsleiterin Dr. Anja Dörfer plant zudem eine neue begleitende Ausstellung über die Arado-Werke. Die Schau informiert über den Bau und den Einsatz des historischen Flugzeuges sowie über die Produktion, zu der auch Kriegsgefangene herangezogen wurden.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Bild von Jens Potschka
Jens Potschka

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

potschka@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
Treffpunkt für Bevölkerung

Altes Feuerwehrhaus ist Geschichte und das Bürgerhaus die Zukunft in Hechthausen 

von Egbert Schröder

Es geht Schlag auf Schlag: In Hechthausen steht in wenigen Monaten das nächste öffentliche Bauprojekt vor der Fertigstellung. Über dem neuen Treffpunkt für die Vereine und Organisationen ist jetzt eine Richtkrone zu sehen.

An zwei Abenden

Bauarbeiten: Einschränkungen und Ersatzverkehr bei Zügen zwischen Cuxhaven & Hamburg

von Redaktion

Bahnreisende zwischen Cuxhaven und Hamburg müssen zwei Tage lang mit Einschränkungen rechnen: Bauarbeiten sorgen abends auf der Strecke zwischen Cuxhaven und Hamburg für Teilausfälle und geänderte Halte. Ersatzbusse sind im Einsatz.

Windpark-Projekt

250 Meter hohe Windräder? Rat positioniert sich zur Planung in Hechthausen

von Egbert Schröder

Das Projekt dürfte, wenn es umgesetzt wird, das Landschaftsbild zwischen den Samtgemeinden Hemmoor und Börde Lamstedt verändern: In Hechthausen hat sich der Rat mit Planungen für einen Windparkbau beschäftigt und Position bezogen.

Update

Tödlicher Unfall im Kreis Cuxhaven: Autofahrer stirbt nach Kollision mit Lastwagen

von Redaktion

Am Dienstagnachmittag ist es auf der L135 bei Hagen im Bremischen (Kreis Cuxhaven) zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein Autofahrer starb nach der Kollision mit einem Lkw noch an der Unfallstelle. (Update)