Altes Feuerwehrhaus ist Geschichte und das Bürgerhaus die Zukunft in Hechthausen
Es geht Schlag auf Schlag: In Hechthausen steht in wenigen Monaten das nächste öffentliche Bauprojekt vor der Fertigstellung. Über dem neuen Treffpunkt für die Vereine und Organisationen ist jetzt eine Richtkrone zu sehen.
Dort, wo bis vor wenigen Monaten noch das alte Feuerhaus gestanden hätte, wächst der Neubau in die Höhe. Rund 1,6 Millionen Euro investiert die Gemeinde in das Projekt. Dabei kann sie auf eine finanzielle Unterstützung durch die Städtebauförderung und das "Leader"-Programm in einer Größenordnung von 1,07 Millionen Euro zurückgreifen. Aktuell - so unterstrich Bürgermeister Erwin Jark beim Richtfest - liege man "gut im Kostenrahmen".
Bereits vor der Verlegung des Feuerwehrstandortes aus dem Zentrum direkt an die B 73 (am Ortsausgang in Richtung Hemmoor) stand die Frage im Raum, was mit dem alten Gebäude neben dem Rathaus geschehen sollte. 2018 gab es einen Grundsatzbeschluss des Rates zum Um- oder Neubau eines Bürgerhauses. Zwei Jahre später folgte die Vorplanung und 2023 die grundlegende Entscheidung, nicht im Bestand umzubauen, sondern das alte Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen.
Im Herbst 2025 begannen der Abriss und anschließend die Arbeiten für das neue Gebäude, das mit dem Rathaus verbunden sein wird. Es hat eine Grundfläche von 220 Quadratmetern im Erdgeschoss. Dort soll es Platz für einen knapp 90 Quadratmeter großen und zentralen Raum geben, in dem eine Bestuhlung für rund 100 Personen möglich ist. Zudem sind eine Küche, eine Garderobe, ein Stuhllager, ein weiterer Lagerraum und der Sanitärbereich Bestandteil des Konzeptes.
Keine Nutzung für private Feiern
Bürgermeister Jark betonte beim Richtfest, dass man auf diese Weise Platz für Veranstaltungen von Vereinen, die Organisation von Sitzungen und andere Aktivitäten schaffe. Eine private Nutzung sei dort jedoch ausdrücklich nicht geplant. Dafür stünden die Gastronomiebetriebe im Ort zur Verfügung. Ein Ausbau des Obergeschosses sei derzeit nicht vorgesehen.
Bestandteil des Konzeptes sei auch die Integration des bereits bestehenden Rathauses, wo ein zweiter "Multifunktionsraum" (56 Quadratmeter Nutzfläche) entstehe. Zugleich werde es dort auch noch einzelne Umbaumaßnahmen geben.
