Autor im Kreis Cuxhaven mit neuem Projekt: Sciene-Fiction trifft Kinderbuch
Johannes Hartmann verbindet Science-Fiction und Kinderliteratur: Nach dem erscheinen seines ersten Romans plant der Nordledaer Autor eine Kinderbuchreihe. Sie spielt im selben Universum wie sein Roman. Die Idee kam durch ein Familienmitglied.
"Es war komisch", beschreibt Johannes Hartmann die Erinnerung daran, wie er sein eigenes Buch "Raumschiff Vanguard" das erste Mal in den Händen gehalten hat. Weitere Bände sind bereits in Planung - er schreibt nun aber auch eine Kinderbuchreihe.
Sein erstes Buch wurde inzwischen 155 Mal verkauft, erschienen ist es Ende April 2026. "Es fühlt sich immer noch nicht realistisch an, wenn ich es sehe", findet der 37-Jährige aus Nordleda beim Blick auf sein Buch. "Ruhe für meinen Kopf", beschreibt er das Schreiben. Mit 21 Jahren wurde bei Hartmann Tourette diagnostiziert: Sport und Schreiben helfen ihm bei den Symptomen.
Sein Science-Fiction-Roman spielt im Jahr 2201: Eine handverlesene Besatzung bricht zu einer Mission in ein Sternensystem auf. Politische Intrigen, Verrat in den eigenen Reihen und eine feindliche Galaxis stellen die Crew vor extreme Entscheidungen. Der zweite Teil ist aktuell bereits im Lektorat und soll im ersten Quartal 2027 erscheinen. "Das Ende von Band zehn habe ich schon geschrieben", sagt er. Bis 2032 sollen alle zehn Bände erscheinen.
Sein Sohn ist der Auslöser für die Kinderbuchreihe
Sein neuestes Projekt: eine Kinderbuchreihe. "Mein Sohn stand hier vor ein paar Monaten und sagte: 'Ich will dein Buch lesen.‘" Als Hartmann seinem achtjährigen Sohn erklärte, dass das Buch zu brutal für Kinder sei, erwiderte dieser: "Dann hättest du es weniger brutal schreiben müssen, damit ich es lesen kann." Wirklich widersprechen konnte Hartmann da nicht. So entstand die Idee für die Kinderbuchreihe - den ersten Teil möchte er im Juli 2027 veröffentlichen. "Kinder lesen immer schlechter und weniger. Ich hoffe, das Lesen damit wieder etwas zu fördern."
Die Handlung für die Kinder werde komplett anders, spiele aber im gleichen Universum, erklärt der 37-Jährige. In der Geschichte kommen Kinder mit an Bord eines Raumschiffes und erleben dort einiges: Sie werden aber nicht die Helden der Geschichte. Die Kinder können beim Lesen auch etwas lernen - im Bereich Physik. Im ersten Teil geht es um das Newtonsche Gesetz und im zweiten darum, wie Wind entsteht. "Ich probiere das mit reinzubekommen." Ein Kinderbuch zu schreiben, sei für Hartmann deutlich schwieriger als der Roman für Erwachsene. Dort könne er in dem Ton und Stil schreiben, wie in den Büchern, die er selbst gerne liest. "Für Kinder muss man das vereinfacht hinbekommen", erklärt er - und eben nicht brutal. Die Bücher sollen fernab von politischen Intrigen und Krieg sein, im Gegensatz zu seinem Roman.
Weitere Projekte in Planung
Zurzeit versucht er, einen Kinderbuchverlag für seine Bücher zu gewinnen. "Ohne ein paar Bilder wäre es sonst schon schwierig." Bislang zahlt er alles selber - die zusätzlichen Kosten für eine Illustration wären zu hoch.
Trotzdem laufen bei dem 37-Jährigen viele Projekte parallel. "Ich sehe viel Potenzial für das Universum", so Hartmann. Neben dem Schreiben der Haupt- und der Kinderbuchreihe sucht er zudem nach einem Übersetzer, um seine Bücher ins Englische zu übersetzen. "Ein Hörbuch ist auch ein Herzensprojekt." Irgendwann will er zudem eine Fantasy-Trilogie herausbringen - "Dafür ist aber aktuell keine Zeit."
Die Kinderbuchreihe soll Mitwachsend sein: vom Kinder- zum Jugendbuch. Das erste Buch ist für Kinder ab zehn Jahren gedacht. Sein Sohn, der ihn zu der Kinderbuchreihe gebracht hat, durfte das fertige Buch bereits lesen. Das Fazit des Achtjährigen: "Findet er gut", sagt Hartmann.
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