Der Umzug in die sanierte Kita Bülkau ist terminiert
Der Kindergarten Bülkau-Bovenmoor zieht nach Sanierung und Erweiterung bald in neue Räume um. Die Vorfreude ist groß, denn neben modernen Einrichtungen wird auch der großzügige Gartenbereich neu gestaltet.

Die Tage im Provisorium sind gezählt. Seit August vorigen Jahres ist der gemeindliche Kindergarten Bülkau-Bovenmoor beim TSV ansässig und hat im Aufenthaltsraum sein Domizil aufgeschlagen. Es habe in den zurückliegenden Monaten ein gutes Miteinander mit den Sportlern gegeben, betont Kindergartenleiterin Insa Hinck und lobt vor allem deren große Rücksichtnahme bei der Benutzung des gemeinsamen Bereiches: "Die Fußballer haben es immer sehr ordentlich hinterlassen." Auf der Positivseite des Ausweichquartiers standen die Nutzung des benachbarten Spielplatzes und der angeschlossenen Sporthalle.
Aber jetzt freuen sich Insa Hinck und die Mitarbeiterinnen Hanne Hagemann und Hanna Freudenberg darauf, demnächst in die sanierten und erweiterten Räume ziehen zu können. Nach den gerade begonnenen Sommerferien dauert es nur noch wenige Wochen bis zum Umzug nach Bovenmoor, der für Mitte September terminiert ist.
Die Arbeiten schreiten dort voran. Sichtbar. Bis Ende August soll alles fertig sein. Der Zeitplan ist zwar stramm, aber Bülkaus stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Frey und die allgemeine Verwaltungsvertreterin Irene Wischhusen gehen zuversichtlich davon aus, dass der Fertigstellungs- sowie Umzugstermin gehalten werden können.
Kita-Leiterin kennt das Haus aus eigener Kindheit
Zu dem Gebäude gibt es familiäre Bezüge. Insa Hinck (31) hat selbst den Kindergarten in Bovenmoor besucht. Es sei schon witzig, wenn man sich selbst auf Bildern wiederfinde. Die Kindergartenleiterin denkt gerne zurück. "Es war eine gute Zeit, ich habe mich damals dort wohlgefühlt und möchte dieses Gefühl den Kindern vermitteln." Bevor es als Kindergarten genutzt wurde, war hier die Bovenmoorer Grundschule beheimatet. Wolfgang Frey, der Vater der Kita-Leiterin, kennt das Gebäude noch aus seiner eigenen Grundschulzeit.
Dass das Kindergartenteam bei der Einrichtung eigene Vorstellungen bezüglich Farbgebung und Raumgestaltung hat, empfindet Insa Hinck als sehr positiv. So wird es zum Beispiel im erneuerten Kindergarten eine Hochebene sowie eine kuschelige Rückzugsmöglichkeit für Kinder oder einen kleinen Aufenthaltsraum für das Team geben.
Die 35.000 Euro für die gewünschte neue Inneneinrichtung der Kita hat der Gemeinderat einstimmig bewilligt. "Das ist gut angelegtes Geld", betonte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Woltmann auf der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Noch herrscht reger Baubetrieb. Das neue Dach ist schon weitgehend fertig, die Innenausbauten wie die Schaffung neuer Räume wie Küche und Aufenthaltsräume oder die verlegte Fußbodenheizung sind vorangeschritten.
Letzte Umbauten liegen mehr als 30 Jahre zurück

Diese Investition von rund 1,7 Millionen Euro war notwendig geworden, weil die sanitären Anlagen nicht mehr zeitgemäß waren und zwingend saniert werden mussten. Außerdem wurde mehr Platz für den Mittagstisch benötigt. Das Gebäude wurde 1957 errichtet. Die letzten Umbaumaßnahmen erfolgten 1993, liegen also schon über 30 Jahre zurück.
Und nicht nur die Kita selbst, sondern auch die Außenanlagen werden als Naturraum nach Abschluss der Bauarbeiten neu gestaltet. Dafür gibt es sogar erhebliche Mittel aus dem Programm ZILE. Die Förderkulisse betrage 55 Prozent bei Maximalkosten der Maßnahme in Höhe von 52.293,90 Euro, so die 1. Samtgemeinderätin Irene Wischhusen.
Der Zuspruch und die Auslastung des Kindergartens sind gegeben. Nach dem Umzug werden wieder 18 Kinder zwischen 7.30 und 15 Uhr betreut. Es handelt sich um eine Integrationsgruppe. Die Kinder sind nicht nur in Bülkau zu Hause, sondern kommen auch aus Wingst, Oppeln und Odisheim.
In dem Gebäudekomplex ist nicht nur der Kindergarten untergebracht, sondern dort gibt es für Krippenkinder das Angebot der Kindertagespflege. Die Kleinkinder werden von Tagesmüttern betreut, die bei der Samtgemeinde angestellt sind. Anders als der Kindergarten konnten sie während der Bauphase nicht umziehen, sondern mussten sich mit den Bauarbeiten so gut es ging arrangieren.
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