Weitere Verbesserung für die Aue bei Bülkau
Eine Zuwässerungsmaßnahme soll die Aue bei Bülkau-Bovenmoor (Samtgemeinde Hadeln) widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit machen. Dank moderner Technik und Zusammenarbeit verschiedener Akteure wird die Wasserqualität überwacht und verbessert.


An der Aue im Bereich Bovenmoor wurde in den zurückliegenden Wochen eine neue Zuwässerungsmaßnahme umgesetzt, um die Strömungsverhältnisse und die Sauerstoffversorgung des Gewässers besonders in Trocken- und Niedrigwasserphasen zu verbessern.
Zwischen dem Balksee und der Aue wurde eine größere Zuwässerungsleitung eingebaut. Ziel ist es, damit den Wasseraustausch zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit des Gewässers gegenüber längeren Hitze- und Trockenperioden zu stärken.
Umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit dem Unterhaltungsverband Untere Oste, dem Wasser- und Bodenverband Neuhaus-Bülkau, die anliegenden Gemeinden, lokalen Angelvereinen sowie weiteren Akteuren aus dem Bereich Gewässer- und Naturschutz. Gefördert wurde die Maßnahme durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung mit 14.820 Euro.
Engmaschiges Monitoring seit zwei Jahren
Bereits seit rund zwei Jahren wird die Aue durch ein engmaschiges Monitoring begleitet. Über Sensorik und regelmäßige Datenerfassung werden Entwicklungen der Wasserqualität beobachtet und kritische Veränderungen frühzeitig erkannt. Ein Teil der Gewässerdaten ist öffentlich im Internet auf nala-ai.org einsehbar.
Bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin informierten sich Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen über die Maßnahme und die nächsten Schritte zur begleitenden Beobachtung der Gewässerentwicklung.
"Vor rund zwei Jahren haben wir begonnen, die Aue besser zu verstehen und gemeinsam ein engmaschiges Monitoring aufzubauen. Im vergangenen Sommer konnten dadurch kritische Situationen früh erkannt und ein mögliches Fischsterben verhindert werden. Ich freue mich sehr, dass wir nun gemeinsam einen weiteren wichtigen Schritt für die Aue umsetzen konnten", sagt Elke Freimuth von wilde-natur.org.
Christian Eggers vom Wasser- und Bodenverband Neuhaus-Bülkau sieht in der umgesetzten Maßnahme einen wichtigen nächsten Schritt: "Mit der neuen Zuwässerung schaffen wir bessere Voraussetzungen für stabile Strömungsverhältnisse. Jetzt wird interessant sein zu beobachten, wie sich die Maßnahme insbesondere in trockenen Phasen auswirkt."
Kleine Fließgewässer reagieren sensibel
Auch wissenschaftlich wird die Maßnahme begleitet. Prof. Dr. Gerd Liebezeit betont die Bedeutung lokaler Anpassungsmaßnahmen für kleinere Fließgewässer: "Kleine Fließgewässer reagieren besonders sensibel auf Hitze und Niedrigwasser. Maßnahmen zur Verbesserung von Wasserführung und Sauerstoffversorgung können deshalb lokal einen wichtigen Beitrag leisten, um aquatische Lebensräume in Zeiten des Klimawandels zu stabilisieren."
Die Beteiligten wollen die Entwicklung der Aue jetzt weiter beobachten und die Wirkung der Maßnahme mithilfe zusätzlicher Pegelmessungen und Monitoringdaten begleiten.
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