Nach erster Erkundung wurde kein Feuer in der Garage festgestellt, sondern ein junger Mann, der in der Garage am Grillen war. Er und das Grillgut wurden umgehend ins Freie befördert. Foto: Lange
Nach erster Erkundung wurde kein Feuer in der Garage festgestellt, sondern ein junger Mann, der in der Garage am Grillen war. Er und das Grillgut wurden umgehend ins Freie befördert. Foto: Lange
Gefährliche Rauchgase

Cadenberger grillt in geschlossener Garage: Feuerwehr rettet Mann vor CO-Vergiftung

15.05.2026

Ein junger Mann aus Cadenberge entkam nur knapp einer tödlichen Gefahr, als er in einer geschlossenen Garage grillte. Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern und gibt einen eindringlichen Sicherheitshinweis zum Grillen.

Das hätte ins Auge gehen können. Am Mittwoch (13. Mai 2026) wurden die Rettungskräfte der Feuerwehr Cadenberge gegen 14.15 Uhr zu einem gemeldeten Garagenbrand in die Claus-Meyn-Straße nach Cadenberge gerufen.

Bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort rüsteten sich Atemschutzgeräteträger aus, um gleich beim Eintreffen umgehend Maßnahmen einzuleiten.

Nach der ersten Erkundung war eine Rauchentwicklung aus der geschlossenen Garage sichtbar. Auf den zweiten Blick stellte sich die Lage jedoch anders dar, als gemeldet und zunächst angenommen worden war. In der geschlossenen Garage grillte ein junger Mann, wodurch es zu einer starken Rauchentwicklung kam. Glücklicherweise wurde von den Einsatzkräften kein Brand festgestellt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war austretender Rauch aus dem Garagentor erkennbar. Foto: Lange

Gefährliche Rauchgase durch Grillgut

Ein Trupp unter schwerem Atemschutz brachte zunächst den jungen Mann ins Freie, wo er betreut wurde, und alarmierte den Rettungsdienst und einen Notarzt nach. Danach löschte der Atemschutztrupp das Feuer im Grill ab und sorgte anschließend für eine ausreichende Belüftung des Gebäudes. Somit konnten die gefährlichen Rauchgase und Schadstoffe aus der Garage entfernt werden.

Wegen der eingeatmeten Rauch- und Schadstoffe wurde der Patient von Notarzt und Rettungsdienst erstversorgt. Da er eine weitere Untersuchung im Krankenhaus ablehnte, konnte er vor Ort verbleiben und wurde an die Polizei übergeben. Nach Entfernung des Grills und ausreichender Belüftung des Gebäudes konnte der Einsatz nach 45 Minuten beendet werden. Im Einsatz waren die Feuerwehr Cadenberge, Notarzt und Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes und die Polizei Hemmoor.

Nachdem der Atemschutztrupp Patient und Grillgut aus der Garage entfernt hatte, wurde die Grillkohle abgelöscht und die Garage ausreichend belüftet. Foto: Lange

Hinweis der Feuerwehr

Ein dringender Hinweis der Feuerwehr: Das Grillen in geschlossenen Räumen, Wohnungen, Wintergärten oder auch Garagen ist lebensgefährlich und darf niemals durchgeführt werden. Beim Betrieb eines Grills entsteht farb- und geruchloses Kohlenmonoxid (CO), das bereits nach kurzer Zeit zur Bewusstlosigkeit und zum Tode führen kann. Schon beim Verbrennen von 800 Gramm Holzkohle entstehen CO-Konzentrationen, die sehr schnell tödlich wirken können. Dieses gilt für Holzkohlegrills, Gasgrills und Elektrogrills gleichermaßen. Eine sichere Alternative ist nur im Freien oder auf gut belüfteten Balkonen/Terrassen zu grillen. Es ist absolut untersagt, Grills in geschlossenen Räumen zu verwenden, da dies ein unkalkulierbares Risiko darstellt. 

Von Jürgen Lange

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