Hoffnung, Frieden, Einhörner: Cadenberger Kita-Kinder verraten ihre Zukunftswünsche
Was wünschen sich Kinder für ihre Zukunft? Die Mädchen und Jungen der St.-Nicolai-Kita Cadenberge haben ihre Gedanken und Träume aufgeschrieben und damit einen gebastelten Ginkgobaum geschmückt. Zum Weltkindertag überreichten sie ihn vor dem Rathaus.
Die Kinderrechte sind für die Mädchen und Jungen kein abstraktes Thema. "Sie sind fester Bestandteil unseres Kita-Alltags", sagt Leiterin Ann-Christin Weiß. Unter dem diesjährigen Motto "Kinder haben Rechte! … auf Hoffnung und Zukunft" haben sich die Kinder mit ihren Rechten, Gedanken und Träumen für die Welt auseinandergesetzt.
Ein Ginkgobaum als Zeichen für Hoffnung
Dabei entstand auch die Idee für den Ginkgo. Auf dem Gelände der Kita pflanzten die Kinder den Baum, der für Ausdauer, Hoffnung und eine aufblühende Zukunft stehen soll. Einen Ableger dieses Baumes gestalteten sie und befestigten daran ihre Wünsche. Am Montagmorgen brachten sie ihn zum Rathaus und überreichten ihn an die Samtgemeinde.
Auch musikalisch hatten sich die Kinder auf den besonderen Tag vorbereitet. Sie übten das Lied "Ich pflanze dir einen Baum" ein und trugen es vor dem Rathaus vor. Dort wurden sie von der stellvertretenden Bürgermeisterin Carmen Sodtke (SPD) begrüßt.
Dass die Kinderrechte in der Kita nicht nur an diesem Tag eine Rolle spielen, zeigte sich auch am Wochenende. Bereits beim Sparkassen-Küstenmarathon in Otterndorf standen sie im Mittelpunkt. Sodtke berichtete, dass sie selbst am Lauf zum Weltkindertag teilgenommen und die 7,5 Kilometer beim Walking absolviert hatte. Auch zahlreiche Kinder der St.-Nicolai-Kita waren dabei und gingen beim Bambinilauf an den Start.
Neben der Aktionen zum Weltkindertag beschäftigten sich die Kinder im Rahmen ihres Jahresthemas "Mein Knopf, ein Universum" mit ganz persönlichen Wünschen für ihre Zukunft. Der Titel geht auf ein Kinderbuch zurück, in dem ein magischer Knopf im Mittelpunkt steht, den vier Freunde im Wald finden. Wenn man sich einen Wunsch gut überlegt, ihn richtig formuliert und fest daran glaubt, schickt man ihn ins Universum, wo er wahr werden kann.
"Die Gedanken der Kinder spiegeln eine berührende Mischung aus kindlicher Unbeschwertheit und erstaunlichem Bewusstsein für das Weltgeschehen wider", sagt Weiß. Die Kinder wünschen sich, frei mit ihren Freundinnen und Freunden spielen zu können und freuen sich darauf, bald ein großes Schulkind zu werden. Außerdem äußerten sie den Wunsch nach Frieden weltweit und ausreichend Nahrung für alle Menschen.
Aber auch die Fantasie kam nicht zu kurz. So träumten die Kinder davon, einmal einem echten Einhorn zu begegnen oder einen leuchtend pinken Baum zu entdecken. Ein Kind wünschte sich, einmal Trecker fahren zu dürfen. "Wir gucken dann, wie wir das möglich machen können, etwa durch den Besuch eines Bauernhofes", sagt Weiß. Für ihren Einsatz für die Kinderrechte und die Gestaltung des Ginkgo-Ablegers überreichte Carmen Sodtke den Kindern neue Bücher für die Kita.
Auch über die Kita hinaus sind weitere gemeinsame Aktionen geplant. Auf Samtgemeindeebene soll ein großes Fußballturnier für alle Kitas stattfinden, wie die Verwaltung am Montag berichtete. Die Einrichtungen sollen zusammenkommen und bei Kaffee und Kuchen gemeinsam Zeit verbringen. Die Erlöse sollen anschließend an eine Organisation gespendet werden, die sich für die Rechte von Kindern einsetzt.
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