Der Ford Tourneo liegt nach dem schweren Verkehrsunfall seitlich im Graben: Zwei der sechs Insassen werden schwer, vier weitere leicht verletzt. Foto: Lange
Der Ford Tourneo liegt nach dem schweren Verkehrsunfall seitlich im Graben: Zwei der sechs Insassen werden schwer, vier weitere leicht verletzt. Foto: Lange
Wagen überschlägt sich

Schwerer B73-Unfall mit Familienvan und drei Kindern in Cadenberge: Sechs Verletzte

12.08.2026

Schock auf der B73: Ein Familienvan überschlägt sich, sechs Menschen werden verletzt, darunter auch drei Kinder. Ersthelfer greifen schnell ein, außerdem wird ein Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst.

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B73 in Cadenberge sind am Dienstag (11. August 2026) sechs Menschen verletzt worden. Ein 62-jähriger Autofahrer aus Bremen war nach NEZ/CN-Informationen mit seinem Beifahrer, ebenfalls aus Bremen, sowie vier weiteren Insassen aus Cuxhaven, darunter drei Kinder, in einem Ford Tourneo Familienvan von Cadenberge in Richtung Cuxhaven unterwegs. In Höhe der Cadenberger Gewerbestraße kam der Wagen aus bislang unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, durchfuhr den Grünstreifen dicht an einem Baum vorbei, überschlug sich und blieb auf der Seite liegend in einem Graben stehen.

Nachfolgende Verkehrsteilnehmer alarmierten umgehend die Rettungskräfte. Weil zunächst gemeldet worden war, dass Personen eingeklemmt seien, wurden die Feuerwehren Cadenberge und Wingst zur Einsatzstelle gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Meldung nicht mehr: Mehrere Ersthelfer hatten bereits vorbildlich reagiert. Sie hatten zunächst die drei Kinder aus dem Fahrzeug und betreuten sie. Ein Anwohner sicherte den auf der Seite liegenden Wagen vorsorglich mit einem Spanngurt.

"ManV" bei Unfall auf B73 in Cadenberge ausgelöst

Die Feuerwehr rettete die weiteren Insassen und betreute sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Wegen der großen Zahl Verletzter wurde ein Massenanfall von Verletzten (ManV) ausgelöst; weitere Notärzte und Rettungswagen wurden angefordert. Die Feuerwehren sperrten die B73 voll, sicherten das Fahrzeug mit Spanngurten und Holzkeilen gegen weiteres Abrutschen, klemmten die Batterie ab und verlegten eine Schlauchleitung von einem wasserführenden Fahrzeug, um den Brandschutz sicherzustellen.

Der Van liegt nach dem Unfall neben der Straße: Im verunfallten Fahrzeug befanden sich sechs Personen, darunter drei Kinder, die von Ersthelfern gerettet werden. Foto: Lange

Zwischenzeitlich richteten die Feuerwehren für Pkw eine Umleitung von Neuhaus und Cadenberge über den Cadenberger Weg ein. Für Lastwagen war diese Strecke nicht geeignet, weshalb sich in beiden Richtungen ein größerer Lkw-Stau bildete.

B73-Unfall in Cadenberge: Verletzte kommen in Krankenhäuser

Nach der Erstversorgung durch Notärzte und Rettungsdienst wurde der schwer verletzte Fahrer in die Helios-Klinik nach Cuxhaven gebracht. Eine weitere schwer verletzte Person kam in das Elbe-Klinikum nach Stade. Eine weitere erwachsene Person und die drei Kinder wurden nach NEZ/CN-Informationen leicht verletzt zur weiteren Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Am Fahrzeug entstand Totalschaden in bislang unbekannter Höhe.

Nach dem Unfall ist der Ford Tourneo schwer beschädigt. Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern die Unfallstelle. Foto: Lange

Die Feuerwehr sprach den vielen Ersthelfern für ihre Hilfe und ihr vorbildliches Verhalten an der Einsatzstelle sowie den Anwohnern für die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken Lob und Dank aus. Nach der Unfallaufnahme und der Bergung des Fahrzeugs mit einem Kran des ADAC-Abschleppdienstes wurde die Vollsperrung gegen 18 Uhr aufgehoben. Anschließend verließen die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle.

Viele Rettungskräfte bei B73-Unfall in Cadenberge im Einsatz

Im Einsatz waren die Feuerwehren Cadenberge und Wingst, Abschnittsleiter Meik Kramer, Gemeindebrandmeister Matthias Papke, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thomas Schmidtke, fünf Rettungswagen und drei Notärzte des Cuxland-Rettungsdienstes, der Ärztliche Leiter Rettungsdienst des Landkreises Cuxhaven, Kreisbereitschaftsleiter Friedrich von Sldrn, vier Rettungswagen der Bereitschaften Land Hadeln und Cuxhaven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizei Hemmoor, eine Drohne der Polizei Cuxhaven sowie ein Bergungsfahrzeug des ADAC.

Von Jürgen Lange

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Lesen Sie auch...
In Maisfeld aufgespürt

Motorradfahrer flüchtet vor Polizei in Cadenberge - Mitfahrer per Drohne gestellt

von Redaktion

Ein Motorradfahrer hat sich in Cadenberge einer Polizeikontrolle entzogen und ist gemeinsam mit seinem Mitfahrer zu Fuß geflüchtet. Nach Angaben der Polizeiinspektion Cuxhaven konnte der 18-jährige Mitfahrer mithilfe einer Drohne gestellt werden.

Blaulicht

Feuerwehr Cadenberge doppelt im Einsatz: Ölspur und Rauchmelder sorgen für Alarm

Die Feuerwehr Cadenberge musste am Freitagabend gleich zweimal ausrücken. Zunächst galt es, eine Ölspur zu beseitigen - wenig später sorgte ein laut piepender Heimrauchmelder in einem Elektrocontainer für einen weiteren Einsatz.

Person beobachtet

Einbruch in Discounter in Cadenberge: Polizei sucht Zeugen nach nächtlicher Flucht

von Redaktion

Nach einem nächtlichen Einbruch in einen Discounter in Cadenberge (Samtgemeinde Land Hadeln) sucht die Polizei nach Zeugen. Eine unbekannte Person soll sich Zugang zu dem Markt verschafft haben.

Auch ein Hemmoorer angeklagt

Hamburgs Kokain-Prozess erinnert an Geversdorf 1992: Der größte Drogenfund im Cuxland

von Tim Larschow

Derzeit müssen sich neun Männer wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln vor Gericht in Hamburg verantworten. Darunter ein Hemmoorer. Der Fund (520 Kilogramm Kokain) erinnert an den damals größten im Cuxland 1992. Ein Blick in die Geschichte.