Exponate fördern Forschergeist im Landkreis Cuxhaven: "Man will einfach machen"
In der Altenbrucher Schule (Landkreis Cuxhaven) wird Naturwissenschaft erlebbar: Lehrer erschaffen Exponate der Miniphänomenta, um selbstständiges Forschen der Grundschüler zu fördern.
Mitten in der Aula der Altenbrucher Schule wurde geschraubt, geklebt und lackiert. Lehrer und auch zwei Achtklässler packten mit an, als am Dienstag (17. März 2026) die Exponate von "Miniphänomenta" gebaut wurden.
"Ich habe das Material und das Werkzeug mitgebracht", erklärte Björn Kaffenberger vom Phaeno Wolfsburg. Am Nachbautag entstanden zehn Exponate in einer Zeit von ungefähr anderthalb Stunden - diese verbleiben dauerhaft in der Schule. "Der Weg ist das selbstständige Forschen", sagte er. Bei Miniphänomenta geht es um die Auseinandersetzung mit Phänomenen der Naturwissenschaft.

Keine Erklärungen - Ausprobieren steht im Fokus
Die Lehrer Susanne Seebörger und Marvin Wiese hatten gemeinsam im September 2025 an einer zweitägigen Fortbildung in Wolfsburg teilgenommen: Nun kam das Projekt an die Schule. Gedacht ist es für die Grundschüler. "Als wir in Wolfsburg waren, wollten wir auch alles ausprobieren. Man will einfach machen", erzählte Seebörger. Das Verständnis für Naturwissenschaften würde wachsen, wenn die Kinder einen dauerhaften Zugang bekämen. "Wir begleiten die Kinder auf dem Weg des Experimentierens, aber wir geben ihnen keine Erklärungen", sagte die Lehrerin. An den einzelnen Stücken werde es keine Erklärungen oder Anleitungen geben, betonte auch Kaffenberger.

Finanziert wird das Projekt über die Stadtsparkasse - die Schule in Altenbruch ist bereits die vierte Schule im Landkreis, die die Exponate erhielt. "Ich hatte vier Schulen vorgeschlagen und alle vier wurden ausgewählt", berichtete Thomas Weinknecht von der Stadtsparkasse Cuxhaven.
Wo die Exponate in der Schule aufgestellt werden, müsse noch entschieden werden, erklärte Seebörger. Vermutlich werden auch nicht immer alle Stücke gleichzeitig aufgebaut sein. Abwechslung sorge für verstärktes Interesse bei den Kindern. "Es geht ums Spaß haben und ausprobieren", sagte Kaffenberger.
