Der Löschangriff wird über lange Wegstrecke mit Schlauchverlegung aufgebaut. Gleichzeitig rüsten sich mehrere Atemschutzgeräteträger für die Vermisstensuche mit schwerem Atemschutz aus. Foto: Lange
Der Löschangriff wird über lange Wegstrecke mit Schlauchverlegung aufgebaut. Gleichzeitig rüsten sich mehrere Atemschutzgeräteträger für die Vermisstensuche mit schwerem Atemschutz aus. Foto: Lange
Im Zuchtbetrieb

68 Feuerwehrleute meistern Großübung in Hemmoor erfolgreich

21.04.2026

In einem realitätsnahen Einsatzszenario bekämpften 68 Feuerwehrleute ein simuliertes Großfeuer in einem Schweinezuchtbetrieb in Hemmoor, meisterten die Herausforderung der Personenrettung und zeigten beeindruckende Teamarbeit.

Am Montagabend (20. April 2026) trafen sich die Feuerwehren Basbeck, Warstade, Westersode und Hechthausen zu einem gemeinsamen Dienst im Feuerwehrhaus Basbeck. Aus diesem Dienst wurde eine große Objektübung im Stadtteil Basbeck.

Die Übung war von Ortsbrandmeister Alexander Stach und seinem Stellvertreter Nils Waller ausgearbeitet worden. Ort war der Schweinezuchtbetrieb von Jan und Caren Dieckmann in der Sethlerhemmerstraße, wo eine große Lagerhalle auf dem Hof brennen sollte. Mehrere Personen würden vermisst werden.

Nach kurzer Lagererkundung wurden die vier Feuerwehren in verschiedene Abschnitte aufgeteilt. Von einem Tanklöschfahrzeug wurde eine Riegelstellung zu den angrenzenden und mit Tieren besetzten Gebäuden aufgestellt. Mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20 und einem weiteren Tanklöschfahrzeug wurde ein Löschangriff aufgebaut. Mehrere Atemschutzgeräteträger rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus, um in dem stark verqualmten Gebäude mit der Vermisstensuche und Personenrettung zu beginnen.

Während im Innenbereich ein Löschangriff und die Vermisstensuche stattfindet, wird auch im Außenbereich mit einem massiven Löschangriff begonnen. Foto: Lange

Eine Person war eingeklemmt und musste befreit werden. Der "Schwerverletzte" wurde mit einer Schleifkorbtrage zum Sammelplatz getragen. Zwei weitere Erwachsene sowie insgesamt vier Kinder wurden ebenfalls schnell gefunden, abtransportiert und am Sammelplatz versorgt.

Inzwischen wurden über 1200 Meter Schlauchleitungen vom Basbecker Schleusenfleth und von einem Hydranten mit einem Schlauchwagen und mehreren Haspeln verlegt. Zusätzlich wurde eine Tragkraftspritze wegen der langen Wegstrecke zur Wasserförderung eingesetzt. Ein massiver Löschangriff aus mehreren Schlauchleitungen im Innen- und Außenbereich wurde durchgeführt.

Die Objektübung war ein großer Erfolg. Die Verantwortlichen hatten nur wenig zu bemängeln. Im Einsatz waren 68 Einsatzkräfte der Feuerwehren Basbeck, Warstade, Westersode und Hechthausen und Gemeindebrandmeister Björn Müller.

Von Jürgen Lange

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