Ein Fest für die ganze Familie: Oldtimer-Ausstellung in Hemmoor in Bildern
Bei der Oldtimer-Ausstellung in Hemmoor (Landkreis Cuxhaven) wurde die Faszination für Oldtimer lebendig. Von nostalgischen Traktoren über historische Sägewerke bis zu handgefertigten Unikaten - die Ausstellung bot etwas für jede Generation.
Es tuckert, die Motoren brummen und der ein oder andere Traktor stößt Qualm aus. Bei bestem Wetter findet am Pfingstwochenende die Oldtimer-Ausstellung in Hemmoor (Landkreis Cuxhaven) statt.

"Bis zu 500 Fahrzeuge erwarten wir über das Wochenende", erzählt Markus Kemper. Er ist erster Vorsitzender der "Oldtimer Freunde Westersode und Umgebung". Die meisten Trecker stehen die ganze Zeit auf dem Gelände, manche Oldtimer sind nur ein paar Stunden vor Ort. "Es ist ein organisiertes Chaos", sagt er lachend.

Neben klassischen Traktoren, Autos, Lastkraftwagen und Motorrädern gibt es auch alte Maschinen zu sehen. Eine Sonderausstellung unter dem Motto "Rund ums Holz und Eisen" und ein Teilemarkt runden das Angebot ab. "Hier findet man Teile, die man online nicht mehr bekommt. Die Händler kommen von überall", erklärt Kemper. Es ist bereits die 11. Oldtimer-Ausstellung in Hemmoor.

Vorführungen am Sägewerk
Laut wird es, wenn das Säge-Team ein altes Sägewerk in Betrieb nimmt und zeigt, wie früher Holzstämme zersägt worden sind. Nebenan ist eine Feldschmiede, in der der gelernte Schmied Olaf Schütt das Handwerk präsentiert. Zum ersten Mal dabei sind die "Schworger Mollnhaur Un Sleefkeerls": Sie stellen per Handarbeit Löffel, Mollen (Schalen) und mehr her. "Es gefällt uns super hier", sagt Sascha Weitz.

Die Veranstaltung soll für die gesamte Familie sein. "Wir versuchen bewusst, humane Preise zu machen, Kinder sind kostenlos", sagt Kemper. Für die kleinen Gäste gibt es zudem eine Hüpfburg und Sand zum Spielen. Der fünfjährige Maxim aus Westersode interessiert sich aber auch schon selbst für die Oldtimer. Unimogs und größere Traktoren findet er besonders gut. "Oldtimer sind eben schön", sagt Maxim. Seine ganze Familie interessiert sich für die alten Fahrzeuge: "Es ist die Nostalgie, die dahintersteckt", sagt die Mutter, Vanessa Maak.

Eimer, Milchkannen, Feuerkörbe, Werkzeug oder auch Stuhlgestelle, verkaufen Erich Nenke und seine Enkelin Caroline aus Kranenburg (Landkreis Stade) auf dem Teilemarkt. Sie haben jeder einen eigenen Stand. "Das Erlebnis und das Feeling", sind für die 20-Jährige der besondere Reiz. Bereits fünf Jahre ist sie auf dem Markt vertreten. "Wir verkaufen alles, was keiner gebrauchen kann", lacht ihr Großvater.

Blick von oben
Auch Bernd Hildebrand, Klaus Breitenfeld und Marco von Glahn sind zum wiederholten Male bei der Ausstellung in Hemmoor. Sie sind mit ihren Moppeds da, berichten sie. Woher die Faszination für Oldtimer kommt? "Alte Technik wieder zum Leben zu erwecken", sagt von Glahn. Die drei Männer sind Teil der Oldtimer-Freunde-Flögeln.

Wer die Perspektive wechseln möchte, kann gemeinsam mit Jürgen Oellrich hoch hinaus: Mit einer Hebebühne fährt er mit den Leuten in eine Höhe von 15 Metern. Von oben bekommt man einen guten Überblick über das Gelände und zudem einen angenehmen Windzug zu spüren. Die Hebebühne aus seiner Firma stellt er seit einigen Jahren zur Verfügung, im Verein ist er seit 2008.

"Es ist einfach eine Gemeinschaft"
Der Verein versucht jede Ecke der Fläche zu nutzen. Die wird durch den Landwirt gestellt, dem die Fläche gehört. Einen Platz gefunden haben auch Monica und Roberto Andrews mit ihrem Wohnmobil. Sie kommen aus Wanna und waren bereits mehrfach da. Seit 30 Jahren fahren sie zum Bockhorner Oldtimermarkt, der zu den größten in Europa zählt. "Es ist einfach eine Gemeinschaft", schildert Monica Andrews. Ihnen gefällt es, dass man mit fremden Leuten ins Gespräch kommt. "Man hat immer ein Thema", sagt sie.

Bereits am Sonnabend zieht der erste Vereinsvorsitzende eine positive Bilanz: "Wir sind zufrieden. Wenn noch mehr kommen, wird es bald eng", sagt er über die ausgestellten Oldtimer.














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