Ihlienworth: Neues Feuerwehrhaus soll zu Ostern 2027 fertig sein
Der Neubau des Feuerwehrhauses in Ihlienworth nimmt sichtbar Gestalt an: Am Freitag (21. August) wurde Richtfest gefeiert. Trotz eines holprigen Baustarts soll das rund 2,7 Millionen Euro teure Projekt zu Ostern 2027 fertig sein.
Samtgemeindebürgermeister Frank Thielebeule blickte bei seiner Begrüßung auf den bisherigen Weg des Projekts von den ersten Planungen bis zum Baubeginn im Juni 2025 zurück. "Die Feuerwehr ist im Ort unersetzbar", betonte Thielebeule. Deshalb sei es wichtig, die Wehren mit zeitgemäßen Gebäuden und guter Technik auszustatten.
Dass ein Neubau notwendig war, stand bereits seit längerer Zeit fest. Das bisherige Feuerwehrhaus war 1976 eingeweiht und später von den Feuerwehrleuten in Eigenleistung umgebaut worden. Zuletzt entsprach das Gebäude allerdings nicht mehr den heutigen technischen und funktionalen Anforderungen.
Altes Feuerwehrhaus wurde im Sommer 2025 abgerissen
Schon Ende 2023 hatte die Samtgemeinde deshalb die Hochbauplanung vergeben. Vorgesehen war von Anfang an, das neue Feuerwehrhaus auf dem bisherigen Gelände an der Hauptstraße zu errichten. Das brachte einen wichtigen Vorteil mit sich: Weil sich die Nutzung des Areals nicht änderte, war keine zeitaufwendige neue Bauleitplanung erforderlich. Im Sommer 2025 wurde das alte, knapp 50 Jahre alte Feuerwehrhaus schließlich abgerissen. Für die Feuerwehr begann damit eine Zeit des Improvisierens. Zunächst diente eine mobile Halle auf dem Bauhofgelände als Übergangsquartier.
Ganz ohne Schwierigkeiten verlief das Projekt allerdings nicht. Im Herbst 2025 wurde bekannt, dass bei der Gründung des Gebäudes mehrere Bohrpfähle falsch gesetzt worden waren. Dadurch verzögerte sich der Bau.

Auch das damalige Übergangsquartier bereitete Probleme. Wegen anhaltender Feuchtigkeit waren im Herbst 2025 Schimmelsporen an Fahrzeugen, Einsatzkleidung und Ausrüstung festgestellt worden. Die Feuerwehr war deshalb zeitweise nicht einsatzbereit. Später wechselte sie in die benachbarte Re-Art-Halle. Dort habe man sich inzwischen gut eingelebt, berichtete Ortsbrandmeister Ralf Wiebold beim Richtfest. Umso mehr freut er sich darüber, dass es auf der Baustelle inzwischen sichtbar vorangeht. "Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht", sagte Wiebold.
Der Neubau ist Teil des Feuerwehrbedarfsplans der Samtgemeinde Land Hadeln. Daran erinnerte Hendrik Rehm, Vorsitzender des Feuerschutzausschusses. Mit weiteren Bauvorhaben unter anderem in Wanna, Wingst-Westerhamm und Cadenberge stehen bereits die nächsten Projekte an. "Die Arbeit wird uns nicht ausgehen", sagte Rehm.
Zum Abschluss der Feierstunde folgte der traditionelle Richtspruch. Moritz Berger von der Baufirma Pomplun aus Geestland übernahm diese Aufgabe. Er trank einen Schluck auf das Wohl des neuen Feuerwehrhauses und ließ anschließend nach altem Brauch eine Flasche Hochprozentiges am Bau zerschellen.
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