Jens Langner (links) und Malte Hinck von der SPD Land Hadeln lassen sich vom Umfragetief auf Bundesebene nicht unterkriegen. Foto: Mangels
Jens Langner (links) und Malte Hinck von der SPD Land Hadeln lassen sich vom Umfragetief auf Bundesebene nicht unterkriegen. Foto: Mangels
Politische Schwerpunkte

Mit diesen Themen startet die SPD Land Hadeln in das Wahljahr 2026

von Christian Mangels | 20.01.2026

Miteinander ins Gespräch kommen, erzählen, wo der Schuh drückt: Das ist die Idee der SPD Land Hadeln. Die Sozialdemokraten planen im Wahljahr 2026 eine ganze Reihe von Veranstaltungen zu aktuellen Themen, wie sie im Pressegespräch ankündigten.

Am 13. September sind Kommunalwahlen in Niedersachsen - und damit auch in der Samtgemeinde Land Hadeln: Dann werden die Stadt- und Gemeinderäte, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister neu gewählt. Die Sozialdemokraten im Land Hadeln sehen sich für den Urnengang gut aufgestellt und wollen deutlich verjüngt ins Rennen starten. "Wir haben in den vergangenen Jahren junge Genossinnen und Genossen dazubekommen", berichten Jens Langner, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Land Hadeln, und Malte Hinck, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat der Samtgemeinde Land Hadeln, im Pressegespräch mit unserer Zeitung.

Thematisch soll der Fokus im Wahljahr 2026 unter anderem auf die Feuerwehren und die Bildung gelegt werden. Stichwort: Ganztagsbetreuung. "Wir werden weiterhin darauf drängen, dass unsere Schulen saniert werden, sodass wir am Ende gut ausgestattete, moderne Grundschulen haben", erklärt Malte Hinck.

Den Hadler Sozialdemokraten ist bewusst, dass die beschlossene Schließung der Grundschule Neuenkirchen-Nordleda viel Enttäuschung hinterlassen hat. "Aber wenn man sich die Struktur des Gebäudes in Neuenkirchen anschaut, hätte man den Ganztagsbetrieb dort nicht umsetzen können", sagt Hinck. Trotz aller Enttäuschung seien die Gespräche mit den Eltern und Lehrkräften zur Schließung der Schule "immer offen und ehrlich" gewesen, meint Jens Langner, der selbst in Neuenkirchen lebt.

Zum Thema Bildung gehört für die SPD auch die Stadtbibliothek Otterndorf, die bekanntlich eine Einrichtung der Samtgemeinde ist. "Darüber nachzudenken, die Bibliothek zu schließen, finden wir falsch", sagt Malte Hinck und kritisiert in diesem Zusammenhang einen aktuellen Antrag der CDU, die zunächst eine Arbeitsgruppe einsetzen will, bevor die Stelle der Bibliotheksleitung neu besetzt wird. "Wenn ich keine neue Leitung einstelle, tut das der Bibliothek nicht gut."

Bezahlbares Wohnen in der Samtgemeinde voranbringen

Ein weiteres Thema, das die SPD in den kommenden Monaten beschäftigen wird, ist die Jugendarbeit in der Samtgemeinde. Die Sozialdemokraten wollen, dass der Status quo, also die Betreuung in Jugendzentren und in mobiler Form, erhalten bleibt, "dafür werden wir kämpfen". Wichtig ist der Partei auch, bezahlbares Wohnen in der Samtgemeinde voranzubringen und den Katastrophenschutz stärker in den politischen Fokus zu rücken. "Seit dem Krieg in der Ukraine ist das Thema aktueller denn je", so Hinck.

Kein Verständnis hat die SPD für die zum Teil persönliche Kritik, die Samtgemeindeebürgermeister Frank Thielebeule aus den Reihen der CDU zur Finanzstruktur in der Samtgemeinde Land Hadeln entgegenschlägt. "Der Haushalt für 2026 zeigt doch, dass die Strukturen stimmen", erklären die Sozialdemokraten, die bekanntlich hinter Thielebeules erneuter Kandidatur stehen. Mit solchen Misstrauensaussagen und Streitereien würden nur die rechten Ränder gestärkt, findet Jens Langner.

Ohnehin zeigen sich die Sozialdemokraten über rechtsextreme Tendenzen in Hadeln besorgt und erinnern an das Gegröle ausländerfeindlicher Parolen am Rande des Otterndorfer Schulzentrums im Mai 2024 und das Abspielen rechtsradikaler Musik auf dem Sternenmarkt. "Damit müssen wir uns intensiv auseinandersetzen", sagt Hinck.

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen im Vorfeld der Kommunalwahl will die SPD Denkanstöße geben und den Dialog suchen. Unter anderem sind Informationsveranstaltungen zu den Themen Schule und Bildung, ärztliche Versorgung, Ehrenamt und Sport sowie wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum geplant.

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Christian Mangels

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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