Nächtlicher Brand in der Wingst: Feldhäcksler geht bei Maisernte in Flammen auf
Mitten während der Maisernte bemerkte der Fahrer plötzlich Rauch aus dem Motorbereich. Wenig später stand der Feldhäcksler in Vollbrand. Die Feuerwehr kämpfte rund zwei Stunden gegen die Flammen.
Bei Erntearbeiten in Wingst-Weißenmoor (Kreis Cuxhaven) ist in der Nacht zu Montag (5. Oktober 2026) ein Feldhäcksler in Brand geraten. Der 44-jährige Fahrer konnte sich in letzter Minute aus der Kabine retten und blieb unverletzt.
Gegen 0.20 Uhr bemerkte der Fahrer aus der Wingst auf einem Maisfeld an der Straße Genhöfen Rauch im Motorbereich der Erntemaschine. Innerhalb kurzer Zeit breitete sich das Feuer aus. Dem 44-Jährigen gelang es noch rechtzeitig, die Fahrerkabine zu verlassen und sich unverletzt ins Freie zu retten.
Als die alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, stand der Feldhäcksler bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr begann umgehend mit den Löscharbeiten aus wasserführenden Fahrzeugen.
Mehrere hundert Meter Schlauchleitung verlegt
Eine besondere Herausforderung war die Wasserversorgung auf dem abgelegenen Maisfeld. Um ausreichend Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen, verlegten die Feuerwehrkräfte mehrere hundert Meter Schlauchleitung von einem Hydranten an der Straße Dobrock bis zum brennenden Feldhäcksler. Zusätzlich kamen mehrere Tragkraftspritzen zum Einsatz.
Da sich Feuer bei solchen Landmaschinen in inneren Kanälen, Schächten und hinter Verkleidungen festsetzen kann und dort mit einem gewöhnlichen Wasserstrahl nur schwer zu erreichen ist, setzte die Feuerwehr gezielt Leichtschaum ein. Damit konnten schwer zugängliche Hohlräume geflutet und die Flammen erstickt werden.
Wärmebildkamera sucht nach Glutnestern
Nach etwa zwei Stunden war der Brand gelöscht. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte das ausgebrannte Fahrzeug fortlaufend mit einer Wärmebildkamera, um versteckte Glutnester aufzuspüren.
Wegen des umfangreichen Schaumeinsatzes wurde zudem die Untere Wasserbehörde des Landkreises Cuxhaven hinzugezogen. Sie übernahm die Gefährdungsbeurteilung und begleitete den Einsatz vorsorglich mit Blick auf den Gewässerschutz.
Wertvolles Maisgebiss gerettet
Den Einsatzkräften gelang es, das wertvolle Schneidwerk des Feldhäckslers, das sogenannte Maisgebiss, vor den Flammen zu retten. Der Schaden an der Erntemaschine wird auf rund 60.000 Euro geschätzt. Unterstützung erhielten die Feuerwehrkräfte auch von den beteiligten Landwirten: Mit den Scheinwerfern ihrer Fahrzeuge leuchteten sie die Einsatzstelle auf dem Feld während der nächtlichen Löscharbeiten aus.
Insgesamt waren rund 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr Wingst sowie die Polizei Hemmoor vor Ort. Noch während der Löscharbeiten nahm die Polizei die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache auf. Nach den abschließenden Aufräumarbeiten war der Einsatz gegen 4.15 Uhr beendet.
Von Jürgen Lange
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