Feuer in Wingst: Bus gerät während der Fahrt in Vollbrand - Straße gesperrt
Ein Bus geriet während einer Fahrt in Brand. Die Feuerwehr kämpfte in Wingst gegen lodernde Flammen, während der Fahrer unverletzt entkam. Die Straße war für Stunden gesperrt.
Plötzlich stand ein Bus in Flammen: Die Feuerwehr musste am Montag mit mehreren Trupps ausrücken, um einen Fahrzeugbrand zu bekämpfen.
Am Montag (21. September 2026) gegen 16.45 Uhr war ein 51-jähriger Busfahrer mit einem leeren Linienbus unterwegs. Das Fahrzeug befand sich laut Polizei auf einer Leerfahrt zum Firmengelände in Varrel-Mittelstenahe in Dobrock. Am Steuer saß den Angaben zufolge der Firmeninhaber, der sich als einzige Person im Fahrzeug befand.
"Bereits seit der Ortschaft Hemmoor hatte der Bus aus bislang ungeklärter Ursache Dieselkraftstoff verloren", teilt ein Polizeisprecher mit. Während der Fahrt bemerkte der Fahrer zunächst nicht, dass der Bus eine dichte Rauchwolke hinter sich herzog. Nachfolgende Autofahrer machten ihn durch anhaltendes Hupen darauf aufmerksam. Kurz hinter der Einmündung Vollmers Kamp in Wingst-Dobrock stoppte der 51-Jährige das Fahrzeug. Erst beim Aussteigen bemerkte er, dass der Motor im Heckbereich bereits lichterloh brannte. Der Mann brachte sich umgehend in Sicherheit. Er blieb unverletzt.
Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr Wingst trafen kurz darauf an der Einsatzstelle ein. Zu diesem Zeitpunkt stand der hintere Teil des Busses bereits in Vollbrand. Eine dichte Rauchwolke war weithin sichtbar. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz leiteten den ersten Löschangriff über ein wasserführendes Tanklöschfahrzeug ein. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde zudem eine lange Wegstrecke zu einem Hydranten aufgebaut, um einen umfassenden Löschangriff durchzuführen.
Wegen auslaufender Betriebsstoffe setzten die Einsatzkräfte Ölsperren an den umliegenden Kanalisationseinläufen, den Gullys, um ein Eindringen von kontaminiertem Löschwasser in die Abwasserleitung zu verhindern. Die Fahrbahn wurde großflächig mit Bindemittel abgestreut. Nach Abschluss der Löscharbeiten kontrollierte die Feuerwehr den Innen- und Außenbereich des Fahrzeugs mit einer Wärmebildkamera auf verbliebene Glutnester und löschte diese gezielt ab.
Polizei am Brandort in Wingst im Einsatz
Die Polizei nahm noch vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache auf. Nach ersten Erkenntnissen wird von einem technischen Defekt im Motorraum ausgegangen. Die genaue Brandursache ist noch unklar. Am Bus entstand Totalschaden in geschätzter Höhe von etwa 30.000 Euro. Das nicht mehr fahrbereite Fahrzeug wurde durch den Eigentümer in Eigenregie abgeschleppt.
Nach der anschließenden Endreinigung der Fahrbahn wurde die Straße Dobrock gegen 18.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. "Darüberhinausgehende Verkehrsbeeinträchtigungen wurden nicht bekannt", heißt es. Im Einsatz waren insgesamt 33 Kräfte der Feuerwehr Wingst unter der Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Thomas Schmidtke, die Bereitschaft Wingst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie die Polizei Hemmoor. Der Bus wurde zur Begutachtung und Klärung der Brandursache beschlagnahmt.
In der Nacht zu Dienstag (22. September 2026) gegen 0.10 Uhr gerieten nach Polizeiangaben auf dem Parkplatz des Friedhofs am Marnkeweg in Schiffdorf-Spaden zudem zwei Autos und ein Wohnmobil in Brand. Das Feuer griff vermutlich von einem der Autos auf die beiden anderen Fahrzeuge über. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist derzeit unklar. Die Polizei Schiffdorf bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Telefon (0 47 06) 94 80 zu melden.
Von Jürgen Lange
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