Wintergarten in Vollbrand: 90 Einsatzkräfte verhindern Übergreifen auf Wohnhaus
In Nordleda brannte am Freitag (28. August 2026) ein angebauter Wintergarten in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr rettete eine Bewohnerin und drei Hunde unverletzt aus dem verrauchten Haus.
Eine aufmerksame Nachbarin hat am Freitag (28. August 2026) einen größeren Brand in der Straße Kampen in Nordleda gemeldet. Um 14.35 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei über die Integrierte Leitstelle Weser-Elbe in Bremerhaven zu dem Feuer mit starker Rauchentwicklung alarmiert. Bereits bei der Anfahrt war eine große Rauchwolke am Himmel sichtbar.

Nach der ersten Erkundung durch Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Oliver Hein wurde das Einsatzstichwort erhöht. Weitere Feuerwehren sowie ein Schlauchwagen SW 2000 der Feuerwehr Cadenberge wurden nachgefordert. Im hinteren Bereich eines Wohnhauses brannte ein etwa fünf mal fünf Meter großer, angebauter Wintergarten aus bislang unbekannter Ursache in voller Ausdehnung. Da Einsatzfahrzeuge nur schlecht an die Brandstelle herankamen, rüsteten sich mehrere Trupps mit schwerem Atemschutz aus. Parallel wurden Schlauchleitungen über eine längere Strecke zum Brandort verlegt.
Bewohnerin und Hunde blieben unverletzt
Die Bewohnerin, die sich noch mit ihren drei Hunden im bereits verrauchten Wohnhaus aufhielt, wurde von Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Gebäude geholt und an Notarzt und Rettungsdienst zur medizinischen Durchsicht übergeben. Die Frau und ihre Hunde blieben unverletzt und konnten am Einsatzort bleiben.
Weil sich das Feuer bereits in das Unterdach gefressen hatte, begann die Feuerwehr umgehend mit einem massiven Löschangriff über fünf Strahlrohre. Ein Teil des Daches musste geöffnet werden, um an Glutnester im Dach zu gelangen und diese abzulöschen. Durch ein infolge der Hitze zerborstenes Kellerfenster war Rauch in den Keller und in einen Raum im Erdgeschoss gedrungen. Die Feuerwehr belüftete die Räume, damit der Rauch abziehen konnte.

Nach dem Löschen kontrollierten die Einsatzkräfte die Temperatur mit einer Wärmebildkamera und suchten nach weiteren Glutnestern, die abgelöscht wurden. Nachdem die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt war, wurde gegen 19.30 Uhr eine Brandnachschau durchgeführt. Da keine weiteren Auffälligkeiten festgestellt wurden, konnte der Einsatz anschließend beendet werden.
Die Einsatzstelle wurde zur Ermittlung der Brandursache an die Brandermittler der Polizei Cuxhaven übergeben. Es entstand erheblicher Sach- und Gebäudeschaden, der auf ungefähr 50.000 Euro geschätzt wird. Im Einsatz waren rund 90 Kräfte der Feuerwehren Nordleda, Wanna, Neuenkirchen und Cadenberge, Abschnittsleiter Meik Kramer, Gemeindebrandmeister Matthias Papke und dessen Stellvertreter Christian Böhack. Zudem ein Notarzt und ein Rettungswagen des Cuxland Rettungsdienstes, ein Rettungswagen der DRK-Bereitschaft Land Hadeln, die DRK-Bereitschaft Nordleda, die Polizei sowie Brandermittler der Polizei Cuxhaven.
Von Jürgen Lange
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