Die beiden NPorts-Niederlassungsleiter und NPorts-Geschäftsführer Holger Banik (r.) mit Christoph Ploß (CDU), Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus (2.v.l). Foto: Larschow
Die beiden NPorts-Niederlassungsleiter und NPorts-Geschäftsführer Holger Banik (r.) mit Christoph Ploß (CDU), Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus (2.v.l). Foto: Larschow
Rammarbeiten und Beton

"Musterbeispiel für Hafenentwicklung": Koordinator der Bundesregierung in Cuxhaven

von Tim Larschow | 19.08.2026

Besuch aus Berlin - Christoph Ploß (CDU), Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, hat sich bei einem Baustellenbesuch über den Bau der Liegeplätze 5 bis 7 und über weitere Infrastrukturprojekte in Cuxhaven informiert.

Cuxhaven bekam Besuch aus Berlin - und der Blick richtete sich auf eine der größten Hafenbaustellen Deutschlands: Christoph Ploß (CDU), Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, hat sich am Mittwoch bei einem Baustellenbesuch über den Bau der Liegeplätze 5 bis 7 und über weitere Infrastrukturprojekte informiert.

Ploß war im Rahmen seiner Sommerreise vom 18. bis 20. August in den Regionen Cuxhaven und Hamburg unterwegs und hatte bereits alle Häfen von NPorts besucht. Nach der Begrüßung durch Holger Banik, Geschäftsführer von Niedersachsen Ports (NPorts), übernahmen die Standortmanager und Niederlassungsleiter Knut Kokkelink und Alexandra Brandt.

45.000 Tonnen Beton für die Kaimauer

Auf dem rund 38 Hektar großen Areal werden die Voraussetzungen für die neuen Liegeplätze geschaffen. Wo im Februar noch Elbwasser stand, erstreckt sich inzwischen eine große Sandfläche. Rund drei Millionen Kubikmeter Sand wurden auf dem Gelände bewegt. Allein für die Kaimauer werden 45.000 Tonnen Beton benötigt, das entspreche etwa 10.000 Betonmischern. Am Ende sollen die Liegeplätze eine Tragkraft von 15 Tonnen pro Quadratmeter haben. Fünf Tonnen seien normal für einen Containerhafen. Stellenweise werden es in Cuxhaven sogar 32 Tonnen - "das ist dann Champions League", so Kokkelink.

Insgesamt müssen im nächsten Schritt rund 2400 Ortbetonpfähle in den Untergrund eingebracht werden. Diese Bauarbeiten sollen nach derzeitiger Planung bis Februar 2027 dauern. Auch Rammarbeiten sind dafür wieder notwendig. An Sonnabenden und Sonntagen soll es nach aktuellem Stand dagegen ruhig bleiben.

Wo im Februar noch Wasser war ragen nun Sandberge in die Höhe. Diese dienen zur Verdichtung der Fläche, damit hier zukünftig alles gelagert werden kann. Foto: Larschow

"Cuxhaven hat sich auf Offshore spezialisiert - das ist ein Musterbeispiel dafür, dass sich auch kleine Standorte entwickeln können, wenn man in Zukunftsbranchen investiert", sagte der Koordinator der Bundesregierung. Der Geschäftsführer von Cuxport, Claudius Schumacher, bestätigte dies und ergänzte: "Wir machen hier Automobilumschlag, Multi Purpose und On- und Offshore. Alles außer Massengut. Wir haben hier einen Zukunftsmarkt und sind breit aufgestellt und dadurch resilient."

"Es wird der größte Projekthafen Deutschlands"

Kapitän Arne Ehlers, Geschäftsführer von Blue Water BREB, und Claudius Schumacher von Cuxport haben mit ihren Unternehmen den Bau erst möglich gemacht. Beide investieren jeweils 50 Millionen Euro in die Liegeplätze und werden die Flächen künftig bespielen. "Cuxhaven wird der größte Projekthafen Deutschlands. Schon jetzt haben wir die größten Krankapazitäten", sagte Ehlers. Als Problem wurde angesprochen, dass Häfen weiterhin Ländersache sind. Große Investitionen seien ohne den Bund aber nur schwer umzusetzen. So wie das Zusammenspiel zwischen Bund, Land und lokaler Wirtschaft in Cuxhaven funktioniert hat, sei nicht die Regel.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Tim Larschow
Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tlarschow@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Verzögerter Einsatz

Helgoland: Das ist dran an Gerüchten zur neuen Dünenfähre "Witte Kliff 2"

von Wiebke Kramp

Die neu gebaute Elektrofähre "Witte Kliff 2" sorgt auf Helgoland für Diskussionen. Übungsmanöver haben zu Schäden geführt und technische Probleme verzögern den Einsatz. Doch Experten bleiben gelassen.

Das einstige ZDF-Traumschiff

Musik und Showeinlage in Cuxhaven: MS "Deutschland" hat letzte Abschiedstour begonnen

von Tim Larschow

Die "Deutschland" ist seit zehn Jahren Teil der "Phoenix-Reisen"-Flotte und hat ihre Abschiedstournee im Mai begonnen. Nirgends wurde das Schiff in diesem Sommer häufiger abgefertigt als in Cuxhaven - nun zum letzten Mal.

Das einstige ZDF-Traumschiff

Letzter Anlauf des Jahres 2026 mit buntem Programm: "Deutschland" kommt nach Cuxhaven

von Tim Larschow

Mit der "Deutschland", dem einstigen ZDF-Traumschiff, war in diesem Jahr wieder regelmäßig ein Kreuzfahrtschiff am Steubenhöft. Das "schwimmende Grandhotel" machte bereits zum dritten Mal in Cuxhaven fest. Nun steht der letzte Anlauf an.

Untersuchung nennt Ursachen

Tödliches Schiffsunglück vor Helgoland: Warum "Verity" und "Polesie" kollidierten

von Redaktion

Fünf Seeleute verloren ihr Leben, als die "Verity" und die "Polesie" vor Helgoland zusammenstießen. Eine neue Untersuchung rekonstruiert die dramatischen Minuten vor der Kollision und zeigt, welche Schwachstellen im Schiffsverkehr offengelegt wurden.