"Musterbeispiel für Hafenentwicklung": Koordinator der Bundesregierung in Cuxhaven
Besuch aus Berlin - Christoph Ploß (CDU), Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, hat sich bei einem Baustellenbesuch über den Bau der Liegeplätze 5 bis 7 und über weitere Infrastrukturprojekte in Cuxhaven informiert.
Cuxhaven bekam Besuch aus Berlin - und der Blick richtete sich auf eine der größten Hafenbaustellen Deutschlands: Christoph Ploß (CDU), Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, hat sich am Mittwoch bei einem Baustellenbesuch über den Bau der Liegeplätze 5 bis 7 und über weitere Infrastrukturprojekte informiert.
Ploß war im Rahmen seiner Sommerreise vom 18. bis 20. August in den Regionen Cuxhaven und Hamburg unterwegs und hatte bereits alle Häfen von NPorts besucht. Nach der Begrüßung durch Holger Banik, Geschäftsführer von Niedersachsen Ports (NPorts), übernahmen die Standortmanager und Niederlassungsleiter Knut Kokkelink und Alexandra Brandt.
45.000 Tonnen Beton für die Kaimauer
Auf dem rund 38 Hektar großen Areal werden die Voraussetzungen für die neuen Liegeplätze geschaffen. Wo im Februar noch Elbwasser stand, erstreckt sich inzwischen eine große Sandfläche. Rund drei Millionen Kubikmeter Sand wurden auf dem Gelände bewegt. Allein für die Kaimauer werden 45.000 Tonnen Beton benötigt, das entspreche etwa 10.000 Betonmischern. Am Ende sollen die Liegeplätze eine Tragkraft von 15 Tonnen pro Quadratmeter haben. Fünf Tonnen seien normal für einen Containerhafen. Stellenweise werden es in Cuxhaven sogar 32 Tonnen - "das ist dann Champions League", so Kokkelink.
Insgesamt müssen im nächsten Schritt rund 2400 Ortbetonpfähle in den Untergrund eingebracht werden. Diese Bauarbeiten sollen nach derzeitiger Planung bis Februar 2027 dauern. Auch Rammarbeiten sind dafür wieder notwendig. An Sonnabenden und Sonntagen soll es nach aktuellem Stand dagegen ruhig bleiben.

"Cuxhaven hat sich auf Offshore spezialisiert - das ist ein Musterbeispiel dafür, dass sich auch kleine Standorte entwickeln können, wenn man in Zukunftsbranchen investiert", sagte der Koordinator der Bundesregierung. Der Geschäftsführer von Cuxport, Claudius Schumacher, bestätigte dies und ergänzte: "Wir machen hier Automobilumschlag, Multi Purpose und On- und Offshore. Alles außer Massengut. Wir haben hier einen Zukunftsmarkt und sind breit aufgestellt und dadurch resilient."
"Es wird der größte Projekthafen Deutschlands"
Kapitän Arne Ehlers, Geschäftsführer von Blue Water BREB, und Claudius Schumacher von Cuxport haben mit ihren Unternehmen den Bau erst möglich gemacht. Beide investieren jeweils 50 Millionen Euro in die Liegeplätze und werden die Flächen künftig bespielen. "Cuxhaven wird der größte Projekthafen Deutschlands. Schon jetzt haben wir die größten Krankapazitäten", sagte Ehlers. Als Problem wurde angesprochen, dass Häfen weiterhin Ländersache sind. Große Investitionen seien ohne den Bund aber nur schwer umzusetzen. So wie das Zusammenspiel zwischen Bund, Land und lokaler Wirtschaft in Cuxhaven funktioniert hat, sei nicht die Regel.
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