Neue Hallen im Hafen Cuxhaven: So weit sind die Arbeiten bei Siemens und Jupiter Bach
Wer auf dem Elberadweg Richtung Cuxhaven-Altenbruch unterwegs ist, kann mehrere große Baustellen beobachten. Wo vor wenigen Wochen noch nichts als ebener Boden zu sehen war, wachsen inzwischen Fundamente und die Gerippe riesiger Hallen in die Höhe.
Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Wer derzeit auf dem Elberadweg in Richtung Altenbruch unterwegs ist, kann im Hafen gleich mehrere große Baustellen beobachten. Wo vor wenigen Wochen noch nichts als ebener Boden zu sehen war, wachsen inzwischen Fundamente und die Gerippe riesiger Hallen in die Höhe. Auf den Flächen entstehen neue Produktions- und Logistikgebäude, die künftig die Entwicklung der On- und Offshoreindustrie vorantreiben sollen. Ein Blick auf die Baustellen zeigt, wie weit die Arbeiten inzwischen vorangeschritten sind und welche nächsten Schritte anstehen.
Im August erfolgte der Spatenstich für die neue Logistikhalle auf dem Cuxhavener Werksgelände von Siemens Gamesa. Wo früher das Logistikzelt stand, ragen nun Stahlpfähle in die Höhe. Die Bremer Nord GmbH realisiert das neue "Warehouse" - eine Logistikhalle. Die Geschossfläche beträgt 17.500 Quadratmeter. Die Bauzeit ist von Mai 2026 bis April 2027 angesetzt. Für die Halle wird eine Sondergründung durchgeführt. Dafür werden 1700 Betonsäulen zur Bodenverbesserung eingebracht. Es entsteht eine hochbelastbare Sohle für Gabelstapler mit einem Gesamtgewicht von bis zu 135 Tonnen. Fragen zum Baufortschritt und dem Zeitplan beantwortete das Unternehmen bisher nicht.

Unterstützung vom Land Niedersachsen
Auch nebenan beim Hallenneubau der Jupiter Bach Deutschland GmbH geht es voran. "Momentan laufen die Dacharbeiten, anschließend erfolgt die Wandmontage der Halle", berichtet Johannes Sattinger, Standortleiter von Jupiter Bach in Cuxhaven.
Das Land Niedersachsen unterstützt den Bau der neuen Fertigungshalle der Jupiter Bach Deutschland GmbH mit Fördermitteln. Den Bescheid übergab Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne im Juli 2026 persönlich auf dem Betriebsgelände.

Nur wenige Meter vom Turbinenhersteller Siemens Gamesa entfernt hatte Jupiter Bach im vergangenen Jahr den Kaufvertrag für ein rund ein Hektar großes Grundstück unterzeichnet. Das neue Werk soll bis zu 4,5 Millionen Euro kosten. "Wir sind froh über die Nachricht, dass der Neubau unserer Produktionsstätte eine Förderung des Landes erhalten wird", sagte der Cuxhavener Standortleiter Johannes Sattinger vor der offiziellen Übergabe des Ministers von 650.000 Euro.

Der Termin für das Richtfest steht bereits
Das Gerüst steht und in der kommenden Woche soll bereits das Richtfest gefeiert werden. Anschließend geht es Schlag auf Schlag. Aktuell die Rohrinstallation am Gebäude, dann Wandverkleidungen, Richtfest und Bodenplatte. Die Restarbeiten sollen Anfang Februar stattfinden.
Das Bürogebäude neben der Halle bietet künftig Platz für rund 15 Mitarbeiter. "Anfang des kommenden Jahres wollen wir die Einweihung feiern", kündigte Sattinger an. "Aktuell haben wir einen leichten Verzug von zwei Wochen, der aber gänzlich unkritisch ist", so der Standortleiter.
Cuxhaven ist inzwischen der sechste Montagestandort von Jupiter Bach weltweit. Zu den Kunden von Jupiter Bach gehören nahezu alle namhaften Hersteller von Windkraftanlagen und deren Komponenten. Nach Unternehmensangaben sind weltweit rund 40 Prozent aller Windkraftanlagen mit Bauteilen von Jupiter Bach ausgestattet. Bereits bei der Planung wurde berücksichtigt, dass sich das Gebäude bei Bedarf um weitere 1000 Quadratmeter erweitern lässt.
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