Bunt, sympathisch, europäisch: Partnerschaft mit Vannes schreibt eigene Geschichte
Seit Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung. Heute: Französische Tage in Cuxhaven.
Wenn Ihnen in den nächsten Tagen französische Gäste in der Stadt begegnen, liegt das daran, dass die Partnerschaftsvereine am Himmelfahrtswochenende Besuch aus ihren Partnergemeinden rund um Vannes empfangen. Für die Gastfamilien sind das Tage im Ausnahmezustand: Sie wollen ihren durch halb Europa angereisten Freunden etwas Besonderes bieten, packen Picknickkörbe, ersinnen Programme, Vorführungen und Gesänge und zeigen ihnen die neuesten Attraktionen der Umgebung, während alle mit fremden Vokabeln jonglieren und sich dabei blendend verstehen.
Noch halten die freundschaftlichen Bande trotz stressigen Alltags, älter werdender Hauptakteure und teurer Treibstoffpreise. Gut so, denn die 1963 begründete Partnerschaft mit Vannes und die "kleinen" Partnerschaften der Ortsteile bedeuten ein großes Stück Lebensqualität und Völkerverständigung in Europa.
Und sie haben ihre eigene Geschichte geschrieben, festgehalten auch in den lokalen Zeitungen. Dazu eine Perle aus dem Archiv: Im Juli 1969 meldete die "Cuxhavener Presse": "Junge Franzosen rauchten an ihrem Feiertag wie die Schlote". Der Berichterstatter hatte verfolgt, wie eifrig die Zwölf- bis 15-Jährigen (!) bei den "versehentlich" beim Rathaus-Empfang bereitgestellten Zigaretten zugegriffen hatten. Aus der Idee, den französischen Nationalfeiertag (4. Juli) tanzend auf der Straße fortzusetzen, wurde nichts, aber immerhin klang der Feiertag laut Bericht dann doch noch mit Tanz in der "Discotheque" des Hauses der Jugend aus.
Zeitgleich wurde die Cuxhavener Stadtspitze im Rathaus in Vannes feierlich empfangen, um danach beeindruckt und mit einem Angebot im Gepäck zurückzukehren: Eine Ausstellung mit Werken von Renoir, Delacroix und Gauguin - Leihgaben aus dem Museum der Schönen Künste in Vannes - sollte in Cuxhaven gezeigt werden, das im Gegenzug Werke von Gock und Möller in die Partnerstadt schicken wollte. Leider wohl keine Idee, die umgesetzt wurde. Heute wäre sie wahrscheinlich aufgrund von Sicherheitsfragen illusorisch. Schade eigentlich!
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